Luganos mentale Stärke

Luganos Rückkehrer Maxim Lapierre tankt sich durch die Zuger Verteidigung
Luganos Rückkehrer Maxim Lapierre tankt sich durch die Zuger Verteidigung © KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY
Der HC Lugano setzt seinen Marsch aus dem Tabellenkeller ins gesicherte Mittelfeld mit einem 4:3-Erfolg nach Verlängerung über Zug fort. Die Luganesi gewinnen vier der letzten fünf Spiele. Der Finish verlief packend. 65 Sekunden vor Schluss gelang Robin Grossmann für Zug der 3:3-Ausgleich.

40 Sekunden vorher hatte Zugs Coach Harold Kreis zuerst sein Timeout und nachher den Goalie vom Eis genommen. Zug sicherte sich dank des späten Ausgleichs einen Punkt, nicht aber den Sieg. Lugano gewann nach bloss 35 Overtime-Sekunden dank eines platzierten Slapshots von Verteidiger Philippe Furrer dennoch.

Lugano siegte glückhaft. Zug befand sich in der Resega auf voller Fahrt. Den ersten Abschnitt dominierten die Innerschweizer mit 15:6 Schüssen; im Schlussabschnitt lautete das Schussverhältnis sogar 22:7 für die Zuger. Goalie Elvis Merzlikins stahl mit 44 Paraden aber den Sieg. Sein Gegenüber Tobias Stephan parierte nur 20 von 24 Schüssen.

Nicht zum ersten Mal diese Saison unterstrich Lugano seine mentale Stärke. Lugano gewann zum fünften Mal nach einem Rückstand und schloss in dieser Statistik zu Biel auf. Bei Lugano gaben Verteidiger Julien Vauclair (nach fünf Wochen Verletzungspause) und der Kanadier Maxim Lapierre, der Playoff-Held der letzten Saison, das Comeback. Lapierre kehrte ins Tessin zurück, nachdem er im letzten Monat den Sprung ins NHL-Kader der New York Rangers nicht geschafft hatte.

Lugano – Zug 4:3 (2:2, 1:0, 0:1, 1:0) n.V.

5608 Zuschauer. – SR Fischer/Vinnerborg, Kovacs/Progin. – Tore: 2. Alatalo (Martschini) 0:1. 4. Morini (Reuille) 1:1. 6. Martensson (Philippe Furrer) 2:1. 16. Holden 2:2. 35. Bertaggia (Hirschi) 3:2. 59. (58:55) Grossmann 3:3 (ohne Torhüter). 61. (60:35) Philippe Furrer (Martensson, Klasen) 4:3. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Klasen; Martschini.

Lugano: Merzlikins; Sartori, Ryan Wilson; Stefan Ulmer, Philippe Furrer; Hirschi, Julien Vauclair; Ronchetti; Lapierre, Martensson, Klasen; Bertaggia, Gregory Hofmann, Bürgler; Walker, Sannitz, Gardner; Fazzini, Morini, Reuille; Romanenghi.

Zug: Stephan; Helbling, Grossmann; Morant, Alatalo; Dominik Schlumpf, Erni; Fohrler, Simon Lüthi; Klingberg, Immonen, Senteler; Martschini, Holden, Suri; Sandro Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Nolan Diem, Fabian Schnyder.

Bemerkungen: Lugano ohne Chiesa, Sondell (beide verletzt), Damien Brunner (krank) und Zackrisson (überzähliger Ausländer), Zug ohne Diaz (verletzt). – Pfostenschüsse: Martensson (14.), Klasen (25.); Senteler (33.), Fabian Schnyder (52.). – Timeout Zug (58:15).

(SDA)


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