Luzern kann doch noch siegen

Ein seltenes Bild: Die Luzerner laufend jubelnd zum Torschützen Michael Frey
Ein seltenes Bild: Die Luzerner laufend jubelnd zum Torschützen Michael Frey © KEYSTONE/MARCEL BIERI
Nach sechs Niederlagen in Serie feiert der FC Luzern beim 2:1 gegen Lugano den ersten Sieg 2016. Das entscheidende Tor erzielte Christian Schneuwly in der 81. Minute.

Mit seinem ersten Treffer im FCL-Trikot erlöste der in der Winterpause vom FC Zürich verpflichtete Schneuwly sich, die Mannschaft sowie die FCL-Verantwortlichen. Der Mittelfeldspieler verwertete die Massflanke von Hekuran Kryeziu mit dem Kopf und ebnete den Luzernern damit den Weg zur Revanche für den vor elf Tagen verlorenen Cup-Halbfinal gegen die Tessiner.

Dank dem ersten Sieg im neuen Jahr stoppte der FCL die Talfahrt der letzten Wochen und baute den Vorsprung auf den Strich wieder auf acht Punkte aus. Trainer Markus Babbel, der zuletzt zusammen mit Präsident Ruedi Stäger arg in der Kritik gestanden hatte, sprach im Teleclub-Interview von einem “befreienden Gefühl” und einer “phänomenalen Reaktion seiner Mannschaft”. Sechs Minuten vor Schneuwlys Siegtreffer hatten die Luzerner den 1:1-Ausgleich kassiert.

Die Luzerner waren fulminant in die Partie gestartet. Sie ergriffen gleich von Beginn an die Initiative und gingen durch Michael Frey in der 7. Minute verdient in Führung. Für den von Lille ausgeliehenen und lange verletzten ehemaligen U21-Internationalen war es der erste Treffer seit über einem Jahr. Fast im Gegenzug wäre den Gästen der Ausgleich gelungen. Sally Sarr klärte nach einem Abschlussversuch des später verletzt ausgewechselten Mattia Bottani den Ball auf der Linie.

Nach dem Seitenwechsel konnte das Heimteam nicht kaschieren, dass die jüngste Niederlagenserie und die im Umfeld des Vereins entstandene Unruhe ihre Spuren hinterlassen hatten. Die Gäste verzeichneten mehr Spielanteile und kamen durch Stürmer Anastasios Donis zu mehreren Abschlussmöglichkeiten. Luzerns Torhüter David Zibung verhinderte vorerst den Ausgleich, als er den Schuss von Donis in der 55. Minute mit der Brust glänzend parierte. 20 Minuten später war dann aber auch der Routinier machtlos, als Sarr den Weitschuss von Jonathan Sabbatini unhaltbar ablenkte. Eine Minute vor dem Gegentreffer hatte Marco Schneuwly das 2:0 vergeben, als er Luganos Torhüter Mirko Salvi bereits umkurvt hatte, den Ball aber neben das Tor setzte.

Luzern – Lugano 2:1 (1:0)

11’483 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore: 7. Frey (Hyka) 1:0. 76. Sabbatini 1:1. 81. Christian Schneuwly (Kryeziu) 2:1.

Luzern: Zibung; Schachten, Sarr, Affolter, Thiesson; Haas; Hyka (71. Jantscher), Neumayr (60. Kryeziu), Christian Schneuwly; Frey (84. Arnold), Marco Schneuwly.

Lugano: Salvi; Veseli, Datkovic, Malvino, Jozinovic (57. Alioski); Sabbatini, Christos Donis (57. Pusic), Crnigoj; Culina, Anastasios Donis, Bottani (33. Tosetti).

Bemerkungen: Luzern ohne Cirjak (rekonvaleszent), Fandrich, Lustenberger, Puljic, Rogulj und Yesil (alle verletzt), Lugano ohne Rey (gesperrt), Bellante, Djuric, Milosavljevic, Piccinocchi und Rossi (alle verletzt). Verwarnungen: 25. Jozinovic (Reklamieren). 30. Schachten (Foul). 39. Frey (Foul). 44. Anastasios Donis (Hands). 91. Malvino (Foul). 92. Pusic (Foul). 93. Crnigoj (Foul).

Resultate: Vaduz – Thun 0:0. Luzern – Lugano 2:1 (1:0).

Rangliste: 1. Basel 22/53 (56:22). 2. Young Boys 23/39 (40:27). 3. Grasshoppers 23/38 (51:40). 4. Sion 22/31 (27:29). 5. St. Gallen 22/30 (26:26). 6. Thun 24/29 (30:36). 7. Luzern 24/29 (30:39). 8. Zürich 23/22 (29:43). 9. Lugano 23/21 (32:46). 10. Vaduz 24/21 (25:38).

(SDA)


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