«Manche haben Tränen in den Augen»

In Urnäsch treffen sich schon die Jüngsten zum traditionellen Silvesterchlausen.
In Urnäsch treffen sich schon die Jüngsten zum traditionellen Silvesterchlausen. © Screenshot TVO
Am Samstag waren die Schönen und «Wüeschten» in Ausserrhoden unterwegs: Bei Regen zogen die Silvesterchläuse durch die Strassen, zeigten ihre Gewänder und wünschten der Bevölkerung ein frohes Neues. Eine Reportage von TVO-Reporter David Lendi. 

Weil Silvester dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, trafen sich die schönen und «wüeschten» Chläuse dieses Jahr bereits am 30. Dezember, um das neue Jahr einzuläuten. In Urnäsch – und auch in anderen Ausserrhoder Gemeinden – versammelten sich Einheimische und Touristen.

«Erinnerungen kommen hoch»

Eishockey-Star Jonas Hiller, der mehrere Jahre in den USA lebte, wollte die Tradition seinen Kindern zeigen: «Ich geniesse die Heimat. Es kommen viele Erinnerungen hoch», sagt der Ostschweizer gegenüber TVO. Es sei eindrücklich, den Chläusen zuzusehen, findet Joni Brandi aus Bern. «Es ist wunderbar», sagt auch Harald Gisdol aus dem deutschen Brandenburg. Die Zürcherin Britta Delmas meint: «Ich hatte davon gelesen und wollte einfach einmal dabei sein. Ich finde es ganz toll.»

«Im Herzen schüttelt es mich»

Beim Silvesterchlausen vereinen sich verschiedene Generationen. Hansueli Frick war 50 Jahre Silvesterchlaus. «Die grösste Freude ist, den Leuten ein gutes neues Jahr zu wünschen. Manche haben gar Tränen in den Augen.» Er selber halte sich jeweils zurück – zumindest an der Oberfläche. «Im Herzen schüttelt es mich.»

Begeisterung beginnt früh

Raphael Bosshard gehört zu den jüngsten Chläusen, die in Urnäsch unterwegs sind. «Meine Mutter hat mir zu Weihnachten einmal ein Gewand geschenkt. Jeden Silvester bin ich damit ums Haus gehoppelt. So hat es angefangen.»

(lag)


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