Manchester City erstmals im Halbfinal

Kevin de Bruyne sorgte umzingelt von PSG-Spielern für die Entscheidung
Kevin de Bruyne sorgte umzingelt von PSG-Spielern für die Entscheidung © Keystone/EPA/NIGEL RODDIS
Manchester City steht erstmals in den Halbfinals der 1993 eingeführten Champions League. Nach dem 2:2 im Hinspiel bei Paris Saint-Germain reichte den Engländern ein 1:0-Sieg im Rückspiel vollauf.

Die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit waren die Phase, in der Paris Saint-Germain am ehesten die Möglichkeit hatte, das im Minimum geforderte eine Auswärtstor in diesem Viertelfinal-Rückspiel zu erzielen. Bezeichnenderweise führte ein stehender Ball zu einer der beiden besten Chancen. Unmittelbar nach der Pause machte Citys Torhüter Joe Hart einen ausgezeichnet getretenen Freistoss von Zlatan Ibrahimovic mit einer glänzenden Parade unschädlich. Nach 65 Minuten scheiterte auch Thiago Silva an Joe Hart, er mit einem nicht leicht zu haltenden Kopfball-Aufsetzer.

Als die Bemühungen der Gäste nahezu verebbt waren, erlöste Kevin De Bruyne die Citizens nach 76 Minuten mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze auf Zuspiel des Brasilianers Fernando. Der belgische Jungstar sorgte auch dafür, dass PSG nunmehr zum vierten Mal in Serie nach den Viertelfinals verlassen musste.

PSG war nach dem 2:2 im Hinspiel im Zugzwang, blieb jedoch lange Zeit trotz sehr grossen Spielanteilen erstaunlich verhalten. Dazu trug einerseits die City mit einer guten Organisation und relativ wenig riskantem Spiel bei. Andererseits machte sich bei den Franzosen die verletzungsbedingte Absenz des Spielmachers Marco Verratti bemerkbar. Trainer Laurent Blanc entschied sich aus Gründen der Vernunft gegen einen Einsatz des rekonvaleszenten Italieners. Die Möglichkeiten der Gäste im Mittelfeld wurden noch mehr eingeschränkt, als der Brasilianer Thiago Motta sich kurz vor der Halbzeit verletzte und nicht weiterspielen konnte.

Bis zu ersten halbbatzigen Chance – der argentinische Goalgetter Sergio Agüero verfehlte das Tor aus spitzem Winkel klar – dauerte es bis zur 22. Minute. Sieben Minuten später rettete der deutsche Goalie Kevin Trapp den PSG vor einem Rückstand, indem er einen Foulpenalty verursachte. Agüero war dabei, Trapp zu umspielen, und hätte mit grösster Wahrscheinlichkeit das 1:0 erzielt. Trapp hatte zudem etwas Glück, dass er für sein Foul mit Gelb und nicht mit Rot betraft wurde. Agüero trat den Penalty, platzierte seinen Flachschuss jedoch deutlich neben den rechten Pfosten. Agüero sorgte damit auf gewisse Weise für Gerechtigkeit, nachdem Zlatan Ibrahimovic im Hinspiel ebenfalls in der ersten Halbzeit einen Penalty verschossen hatte. Zum Zeitpunkt des Penaltys im Rückspiel wäre die Führung der Citizens verdient gewesen. Der Penalty war überdies der einzige Höhepunkt in der nahezu ereignislosen ersten Hälfte.

Resultate und Programm der Viertelfinal-Rückspiele in der Champions-League:

Manchester City – Paris Saint-Germain 1:0 (0:0); Hinspiel: 2:2. – 53‘039 Zuschauer. – SR Velasco Carballo (ESP).- Tor: 76. De Bruyne 1:0.

Manchester City: Hart; Sagna, Otamendi, Mangala, Clichy; Fernandinho, Fernando; Jesus Navas, De Bruyne (84. Yaya Touré), Silva (87. Delph); Agüero (93. Iheanacho).

Paris Saint-Germain: Trapp; Van der Wiel, Aurier (61. Pastore), Thiago Silva, Maxwell; Rabiot, Marquinhos, Thiago Motta (44. Lucas); Di Maria, Ibrahimovic, Cavani.

Bemerkungen: Manchester City ohne Kompany und Sterling (beide verletzt). Paris Saint-Germain ohne David Luiz, Matuidi (beide gesperrt) und Verratti (rekonvaleszent). 30. Agüero schiesst Foulpenalty am Tor vorbei. Verwarnungen: 29. Trapp (Foul), 67. Pastore (Foul), 68. Van der Weil (Foul), 72. Fernandinho (Foul).

Real Madrid – Wolfsburg 3:0 (2:0); Hinspiel: 0:2.

Am Mittwoch (20.45 Uhr): Benfica Lissabon – Bayern München (Hinspiel: 0:1), Atletico Madrid – FC Barcelona (1:2).

(SDA)


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