Marc Schneider erlebt wieder den Alltag

Thuns Cheftrainer Marc Schneider ist immer ganz bei der Sache
Thuns Cheftrainer Marc Schneider ist immer ganz bei der Sache © KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ
Trainer Marc Schneider ist nach der 1:3-Niederlage seiner Thuner Mannschaft im Kantonsduell in Bern von den Young Boys beeindruckt. «Wenn man hier gewinnen will, braucht man einen Supertag», sagt er.

Einen solchen Supertag hat Schneider mit seinen Leuten im Stade de Suisse in dieser Saison schon einmal erlebt. Es war am warmen Mittwochabend, 9. August, als die Thuner nicht wussten, wie ihnen geschah und sie schliesslich mit einem sensationellen Triumph, mit einem 4:0-Sieg, ins Oberland zurückreisten.

Schneider weiss nur zu gut, dass an dem denkwürdigen Abend für seine Mannschaft einfach alles zusammenpasste. In der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften etwa gleich viele gute Chancen, aber es hiess aus der Sicht der Stadtberner schon 0:3.

An einem wesentlich kühleren Nachmittag, jenem des 18. Februar 2018, erlebte Marc Schneider die normale Realität. Das fussballerische Naturgesetz schreibt vor, dass sich die Mannschaft mit den höheren Fähigkeiten in der Regel durchsetzt. «Die ersten etwa 20 Minuten haben mir gefallen, wir haben wirklich gut angefangen», sagte der langjährige FCZ-Spieler. «Aber dann kam der Druck vom Gegner, und danach hatten wir es bis zur Pause nicht mehr im Griff. Wenn man hier eine Chance haben will, benötigt man eben einen Supertag, und man muss sehr effizient sein.» Wie einst im August.

YB-Trainer Adi Hütter äussert sich unmittelbar nach den Spielen in der Regel positiv über die Leistungen seiner Mannschaft. Aber nach dem Berner Duell war dies nicht der Fall. «Über die ganzen 90 Minuten bin ich nicht zufrieden», sagte der Österreicher. «Wir haben es in der kompletten zweiten Halbzeit nicht verstanden, etwas aus unseren Möglichkeiten zu machen. Und wir waren in der Defensive immer anfällig.»

Etwas aus seiner Sicht Erfreuliches hob Hütter dennoch hervor. Es war die prompte Reaktion nach dem Thuner Anschlusstor, als Guillaume Hoarau praktisch im Gegenzug das 3:1 erzielte. «Dies war für mich die Schlüsselszene im Match, der Knackpunkt. Es hat uns geholfen, denn wir hatten unsere beiden Niederlagen gegen Thun in dieser Saison noch im Hinterkopf.»

Und im Allgemeinen konnte Adi Hütter feststellen: «Unsere Mannschaft hat Qualität und Selbstvertrauen. Wir haben eine Spielanlage, die uns jederzeit torgefährlich macht. Und wir haben auch die Spieler dazu.»

(SDA)


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