Mehr als 10’000 St.Galler beziehen Sozialhilfe

2014 erhielt jeder Sozialhilfe beziehende Privathaushalt im Durchschnitt 1471 Franken pro Monat.
2014 erhielt jeder Sozialhilfe beziehende Privathaushalt im Durchschnitt 1471 Franken pro Monat. © St.Galler Tagblatt: Benjamin Manser
Im Kanton St.Gallen sind mehr private Haushalte vollständig von der Sozialhilfe abhängig als noch 2007. Das zeigt eine statistische Auswertung. Die Sozialhilfequote bleibt 2014 mit 2,2 Prozent unverändert.

2014 bezogen 2,2 Prozent der Bevölkerung Sozialhilfeleistungen. Die Quote beliebt gegenüber dem Vorjahr gleich. Insgesamt 10’853 Personen wurden unterstützt.

Jugendliche und Kinder überdurchschnittlich betroffen

Die Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen hat ihre Analyse des Zeitraums 2005 bis 2014 publiziert. Daraus geht hervor, dass Kinder und Jugendliche (2014: 3209) überdurchschnittlich häufig auf Sozialhilfe angewiesen sind. Sie machen mit 3,5 Prozent die grössten Anteil aus.

Stärker betroffen sind ebenfalls Personen zwischen 56 und 64 Jahren. Sie benötigten während 18 Monaten Sozialhilfe und damit deutlich länger als andere Altersgruppen. Der Durchschnitt beträgt elf Monate.

2014 bezogen 55 Prozent der unterstützten Privathaushalte ihren Lebensunterhalt ausschliesslich aus der Sozialhilfe. Dieser Wert liegt zehn Prozentpunkte höher als 2007.

Diese Zunahme ist laut Mitteilung darauf zurückzuführen, dass der Anteil Privathaushalte, die ein Einkommen erzielen, 2014 auf einen Tiefststand von 27 Prozent gesunken ist. 2007 erzielten noch 40 Prozent der unterstützten Privathaushalte ein Einkommen.

1471 Franken im Schnitt

2014 erhielten die betroffenen Privathaushalte im Schnitt 1471 Franken pro Monat. Je nach Haushalttyp weicht die Leistung jedoch deutlich von diesem Durchschnittswert ab. Einzelpersonen, die nicht alleine leben, weisen mit 1031 Franken den tiefsten Betrag auf. Paare mit drei und mehr Kindern erhalten durchschnittlich 2’450 Franken monatlich.

(red)

 


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