Zwölf Tote bei Busexplosion

Die Busexplosion forderte viele Tote und Verletzte.
Die Busexplosion forderte viele Tote und Verletzte. © EPA/MOHAMED MESSARA
Eine Explosion in einem Bus mit Wächtern des tunesischen Präsidenten hat zwölf Menschen in den Tod gerissen. 

Bei der Explosion in einem Bus der tunesischen Präsidentengarde wurden zudem 16 Personen verletzt. Der Sprecher des Präsidialamtes, Moez Sinaoui, sagte, es handle sich um einen “Anschlag”. Wahrscheinlich zündete ein Attentäter im Bus einen Sprengsatz.

Die meisten Todesopfer seien Mitglieder der Präsidentengarde, die in dem Bus unterwegs waren, sagte ein Mitarbeiter der Sicherheitsdienste. Die Explosion ereignete sich am Nachmittag in der Nähe der Avenue Mohamed V., einer der belebtesten Strassen der tunesischen Hauptstadt. Zunächst bekannte sich niemand zum Anschlag.

Seit dem Sturz des langjährigen PräsidentenZine al-Abidine Ben Ali im Jahr 2011 verübten in Tunesien mehrfach islamische Fundamentalisten Anschläge. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu einem Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunis im März, bei dem 21 Touristen und ein Polizist getötet worden waren, und zu einem Anschlag in Sousse im Juni, bei dem 38 Touristen getötet wurden.

Die Anschläge der vergangenen Monate werden als Versuch der Extremisten angesehen, die junge Demokratie zu destabilisieren. Laut tunesischer Regierung wurde der Attentäter von Sousse in Libyen ausgebildet, vermutlich von der Miliz Ansar al-Scharia. Zudem bekämpft die Regierung zurzeit Dschihadisten in einer Militärkampagne im Westen des Landes nahe der algerischen Grenze.

Präsident Béji Caïd Essebsi hat seinen zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz abgesagt. Er wollte am morgigen Mittwoch in der Schweiz eintreffen.

(SDA)

 


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen