Meisterschaftsalltag für YB nach Schachtar-Coup

Die Young Boys (Stürmer Hoarau und Trainer Hütter) wollen auch in der Super League wieder jubeln
Die Young Boys (Stürmer Hoarau und Trainer Hütter) wollen auch in der Super League wieder jubeln © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Die 3. Runde der Super League wird am Samstag um 17.45 Uhr mit dem Berner Derby zwischen YB und Thun eröffnet. Später am Abend folgt ein nächstes Derby: In Sitten gastiert Aufsteiger Lausanne-Sport.

Drei Tage nach dem Coup gegen Schachtar Donezk und einen Tag nach der Auslosung der Champions-League-Playoffs, die den Young Boys mit Borussia Mönchengladbach einen Bundesligisten bescherte, steht wieder Super-League-Alltag auf dem Programm. Doch weil die Stadtberner ihren Kantonsrivalen Thun empfangen, ist der Alltag auch ein wenig aussergewöhnlich.

Jedenfalls sollen die Fans der Young Boys für einen speziellen Rahmen sorgen. YB gewährt allen Zuschauern, ihrem “zwölften Mann”, Eintritt zum symbolischen Preis von 12 Franken. Die Fans sollen in Gelb gekleidet im Stadion erscheinen. YB rechnet mit rund 25’000 Zuschauern.

Auf dem Kunstrasen muss YB den Fehltritt aus dem letzten Meisterschaftsheimspiel vom vergangenen Samstag gegen Lugano (1:2) korrigieren. Vier Tage vor dem Auswärtsspiel bei Meister FC Basel kann sich der Herausforderer keinen weiteren Punktverlust leisten. Trainer Adi Hütter dürfte im Vergleich zum Spiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Schachtar Donezk einige Wechsel vornehmen. Die Partie am Mittwoch über 120 Minuten hat viel Kraft gekostet.

Die Thuner ihrerseits werden versuchen, erstmals seit dem 9. Dezember 2013 ein Derby zu gewinnen. Seither haben die Oberländer gegen den Rivalen in zehn Spielen gerade mal zwei Remis erreicht. Trainer Jeff Saibene ist mit dem Saisonstart nur bedingt zufrieden. “Die Leistungen haben gestimmt, aber wir haben einen Punkt zu wenig geholt.” Gegen Vaduz kassierte Thun spät den Ausgleich, dafür erzielte man in Lausanne in der Nachspielzeit das 4:4. Unter dem Strich hätten ein Sieg und eine Niederlage aber einen Punkt mehr eingebracht.

Im Wallis kommt es zum ersten Romand-Derby in der Super League seit April 2014. Das letzte Heimspiel gegen Lausanne-Sport hatte Sion im Frühling vor zwei Jahren verloren. Danach wurde Trainer Laurent Roussey von Präsident Christian Constantin entlassen. Ähnliches dürfte dem aktuellen Coach Didier Tholot nicht blühen. Nach der Auftaktniederlage in Basel hat der Heimsieg gegen St. Gallen die Gemüter im Wallis wieder beruhigt.

Im Derby könnte es zum Duell des jüngsten und ältesten Spielers der Super League kommen. Bei Sion spielt der 36-jährige Grieche Theofanis Gekas, bei Lausanne der mehr als 18 Jahre jüngere Jordan Lotomba, der erst Ende September 18 Jahre alt wird. Interessant werden die Duelle im Mittelfeld sein. Lausannes Coach Fabio Celestini hat ausgerechnet, dass die Sittener Mittelfeldspieler um Veroljub Salatic im Durchschnitt 9 kg schwerer und 7 cm grösser sind als seine Spieler. “Wir müssen dieses Manko in der Physis mit Antritts- und Reaktionsschnelligkeit wettmachen”, so der frühere Internationale.

(SDA)


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