Metallica kehren zurück zu ihren Wurzeln

Die Metallica-Musiker Robert Trujillo, James Hetfield and Kirk Hammett (v.l.n.r.) freuen sich über ihr neues Album "Hardwired... To Self-Destruct". (Archivbild)
Die Metallica-Musiker Robert Trujillo, James Hetfield and Kirk Hammett (v.l.n.r.) freuen sich über ihr neues Album "Hardwired... To Self-Destruct". (Archivbild) © Keystone/AP Invision/EVAN AGOSTINI
Von wegen faule Millionäre: Metallica bringt heute ein neues Album raus. Und die Jungs lassen es so richtig krachen. Voller Wut und Aggression kehren die Jungs zu ihren wilden Ursprüngen zurück.

Nach acht Jahren kehren Metallica heute Freitag mit einem neuen Album zurück: «Hardwired …To Self-Destruct ist wieder eine geile Heavy-Metal Scheibe», schreiben Musikexperten aus aller Welt über das Album. Auch der Mainstream blickt der Platte mit grosser Spannung entgegen.

«Metallica kann noch richtig Gas geben»

Die Rockgiganten aus den USA mit rund 110 Millionen verkaufter Alben sind der Subkultur des Trash Metal schon lange entwachsen. Die Zeit der Experimente ist vorbei, als die Band Grenzen austesten wollte und viele Fans wegen Aufnahmen mit dem Songwriter Lou Reed oder dem chinesischen Pianisten Lang Lang verärgerte. Es scheint fast, als wollten Metallica sich wieder mehr an ihren Wurzeln orientieren und der Welt beweisen: «Wir können noch richtig Gas geben.» Diesem Eindruck trat Sänger James Hetfield allerdings entgegen. «Die einzigen Menschen, denen wir etwas beweisen wollen, sind wir selber», sagte der 53-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur: «Wir wollen Musik machen, auf die wir stolz sind. Ob es die Leute mögen oder nicht – das können wir nicht kontrollieren.»

Back to the roots

Schlagzeuger Lars Ulrich, der zusammen mit Hetfield 1981 in Los Angeles die Band gründete, ist mit dem Ergebnis des 11. Studiowerkes sehr zufrieden. «Vor ein paar Tagen hörte ich das Album im Flug nach San Francisco, und es klang grossartig. Ich bin sehr glücklich», sagte der Däne. Hetfield erachtet die acht Jahre zwischen «Death Magnetic» von 2008 und dem Nachfolger indes als zu lange. «Das hätte eigentlich nicht sein müssen, auch wenn wir viel um die Ohren hatten», räumt er ein. In dieser Zeit habe er fast vergessen, «wie toll es ist, Musik zu kreieren, die von anderen Menschen gehört wird.»

(rar/dpa)


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