Wetterkatastrophe fordert 94 Tote

Rettungskräfte am Sonntag bei der Bergung der in einem Erdrutsch getöteten Buspassagiere in Indien.
Rettungskräfte am Sonntag bei der Bergung der in einem Erdrutsch getöteten Buspassagiere in Indien. © Keystone/AP/SHAILESH BHATNAGAR
Nach Überschwemmungen und Erdrutschen sind in Nepal und Indien mindestens 94 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, könnte die Zahl der Toten noch ansteigen, da die Rettungskräfte in den Erdmassen noch nach Verschütteten suchten.

In Nepal kamen 49 Menschen ums Leben, in Indien barg die Armee nach einem Erdrutsch 45 Leichen aus zwei Bussen. Die Grenzregion zwischen beiden Ländern ist derzeit von starkem Monsunregen betroffen.

Noch immer hohe Wasserpegel

«Die Rettungsarbeiten sind angelaufen, doch die Wasserpegel sind noch nicht zurückgegangen», teilte das nepalesische Katastrophenschutzzentrum mit. Das Rote Kreuz rechnet sogar mit mindestens 53 Toten in dem Land. Überschwemmungen hatten tausende Menschen zur Flucht in höher gelegene Gebiete gezwungen.

Schlammlawine in Indien

In Indien kamen mindestens 45 Menschen durch eine Schlammlawine ums Leben. Sie riss im Bundesstaat Himachal Pradesh im gebirgigen Norden des Landes zwei Busse in eine Schlucht. Die Suchaktion dauerte nach Angaben der Armee noch an.

Die Lawine zerstörte einen ganzen Strassenabschnitt, die voll besetzten Busse hatten dort für eine Pause angehalten. Der Vorfall ereignete sich nach Tagen starken Dauerregens, der die Erdmassen aufgelockert hatte.

Die Monsunzeit dauert in der Regel von Ende Juni bis Ende August. In diesem Jahr starben dabei in Nepal mehr als 100 Menschen. Die Wetterbehörde des Landes kündigte weitere starke Regenfälle an.

(SDA)


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