«Mit einer ordentlichen Portion Glück»

Albian Ajeti feiert sein Tor gegen Lugano.
Albian Ajeti feiert sein Tor gegen Lugano. © KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta
Ein spätes Tor bringt den Espen einen glücklichen Sieg ein und lässt die Grün-Weissen mit drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren. Hier sind die FM1Today-Spielernoten.

Tor

Daniel Lopar: 4.5
Lopar zeigte eine gute Partie und entschärfte einige kritische Situationen. Besonders erwähnenswert waren heute seine Abschläge. Diese fanden oftmals einen eigenen Spieler und förderten die Spielauslösung der Espen.

Verteidigung

Silvan Hefti: 5.0
War in der heutigen Viererkette der beste Mann. Lauffreudig und mit der nötigen Ruhe im Spielaufbau hat sich Hefti den Vorzug gegenüber von Koch redlich verdient. Auch wenn er beinahe einen Elfmeter verschuldet hat: Hefti ist auf der Aussenverteidigerposition ein sicherer Wert für die Zukunft.

Karim Haggui: 4.0
Die Innenverteidigung ist unter seiner Führung nicht gerade sattelfest. Zeigte einige Stellungsfehler und Zuordnungsprobleme. Positiv hervorzuheben ist seine Kopfballstärke, mit welcher er praktisch jeden gegnerischen Eckball entschärfte.

Alain Wiss: 4.5
Zeigte einen guten, einsatzbetonten Auftritt. Auch wenn es nicht sein bestes Spiel war: Die Einstellung stimmt. Vor allem die Abstimmung mit dem Mittelfeld funktioniert gut, Abzüge gibt es für einige Stellungsfehler.

Andreas Wittwer: 3.5
Bekundete heute mit dem stark spielenden Crnigoj oftmals Probleme und wurde vielfach überlaufen. Wurde zum richtigen Zeitpunkt ausgewechselt. Nach der Hereinnahme von Gönitzer wurde es für die Luganesi schwieriger, über die linke Seite vorzustossen.

Silvan Gönitzer: 4.5
Nach seiner Einwechslung ebbten die Angriffsbemühungen des Heimteams über seine Seite schlagartig ab. Bekam Crnigoj besser in den Griff als Wittwer und zeigte solide Verteidigungsarbeit.

Mittelfeld

Stjepan Kukuruzovic: 4.5
Nach einer bärenstarken ersten Hälfte baute Kukuruzovic im zweiten Durchgang etwas ab. Sorgte vor allem mit seinen Weitschüssen für viel Gefahr. Auch seine Pässe fanden im Vergleich zum Spiel gegen den FC Luzern viel öfter einen Abnehmer. Hat sich deutlich gesteigert.

Tranquillo Barnetta: 4.5
Zeigte eine starke erste Halbzeit und spielte einige gefährliche Pässe in die Tiefe. Zeigte in der zweiten Halbzeit jedoch wieder eine inkonstante Leistung und verlor plötzlich viele Zweikämpfe.

Marco Aratore: 4.5
Rackerte, kämpfte und beschäftigte immer wieder die Verteidiger des Heimteams. Allerdings wurden seine Offensivaktionen oftmals mit Fehlpässen überschattet. Baute wie das gesamte Mittelfeld in der zweiten Hälfte stark ab.

Peter Tschernegg: 4.0
Trug heute wenig zum Spielaufbau bei und zeigte ungewohnt viele Fehlzuspiele. Ist in der Defensivarbeit allerdings enorm wichtig, da er vor der Verteidigung oftmals entscheidend stören konnte.

Sturm

Roman Buess: 4.0
Wirkte neben Sturmpartner Ajeti etwas verloren. Zeigte zwar guten Einsatz, allerdings ist es offensichtlich, dass Ajeti technisch beschlagener ist, was sich unter anderem in der Ballkontrolle niederschlug.

Albian Ajeti: 5.0
Genau wegen solchen Spielen ist der Stürmer unverzichtbar für den FCSG. Erlief sich viele Bälle und scheute sich auch nicht davor, Verteidigungsarbeit zu leisten. Diese Mischung aus Einsatzbereitschaft, taktischer Cleverness und Abschlussinstinkt machen ihn zu einem unberechenbaren Gegenspieler, welcher sich auch bei konsequenter Manndeckung immer wieder in Szene setzen kann.

Keine Bewertung
Gelbrim Taipi:  –
Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.
Danijel Aleksic: –
Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

FM-1 Teamdurchschnitt: 4.4

Fazit
Der FCSG entführt mit einer ordentlichen Portion Glück drei Punkte aus dem Tessin. Zwar waren die Espen in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft, allerdings mussten die grün-weissen dem Heimteam auch viele Chancen zugestehen. Lugano traf zweimal die Torumrandung, zudem hatte Schiedsrichter Amhof in der ersten Halbzeit einen Elfmeterpfiff zurückgenommen. Die Partie hätte durchaus auch anders verlaufen können. Aber wir wollen uns nicht gross beklagen. Nach vier Spielen mit sieben Punkten kann man von einem gelungenen Saisonstart sprechen.

(Reto Latzer)


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