«Mosliger» wollen Weltrekord mit Adventskranz

Von Michael Ulmann
Riesige Dimensionen: So oder ähnlich soll der Mosliger Adventskranz einst daherkommen.
Riesige Dimensionen: So oder ähnlich soll der Mosliger Adventskranz einst daherkommen. © zVg
Sie hat zwar nur knapp 3’000 Einwohner, strotzt aber nur so von Kreativität: Die kleine Toggenburger Gemeinde Mosnang. In den letzten Jahren haben die «Mosliger» immer wieder mit verrückten Ideen Schlagzeilen gemacht, nun steht der nächste grosse Wurf an: der grösste Adventskranz der Welt.

Zugegeben, die Adventszeit ist noch ziemlich weit weg. Doch für das, was die Mosliger planen, braucht es halt eine gewisse Vorlaufzeit. Der lokale Verkehrsverein will mit dem grössten Adventskranz der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde. In einem Weiler zwischen Mosnang und Libingen, soll im Dezember ein Adventskranz mit 120 Meter Durchmesser und 400 Meter Umfang entstehen.

Hier zwischen Mosnang und Libingen soll der «Mega-Adventskranz» entstehen. Bild: zVg

Hier zwischen Mosnang und Libingen soll der «Mega-Adventskranz» entstehen. Bild: zVg

Raclette im Riesen-Kranz

«Der bisher grösste Adventskranz der Welt hatte einen Durchmesser von 100 Metern. Wir schrauben diesen Rekord um 20 Meter nach oben», sagt der optimistische OK-Präsident Max Gmür. Gmür ist gleichzeitig auch Präsident des Verkehrsvereins Mosnang. Im Innern des Adventskranzes sind eine Raclett-Hütte aus Holz für 200 Personen, eine Kunsteisbahn, ein Kiosk sowie 24 Adventsfenster geplant. Das Innere des Kranzes soll zwischen dem 1. und dem 31. Dezember 2017 zugänglich sein.

Und natürlich gehören zu einem Adventskranz auch vier Kerzen. Diese sollen laut Gmür eine Höhe zwischen zwei und drei Metern haben. «Der Adventskranz ist so gross, dass er zwei Mal die Libingerstrasse überquert. Da müssen wir noch schauen, ob wir eine Überführung machen oder die Strasse temporär sperren.» Der Weltrekord-Akt soll am 1. Dezember 2017 über die Bühne gehen.

Ganze Gemeinde steht hinter Projekt

Für die Realisierung des Projekts sind zwischen 200 und 300 Helfer nötig. Entsprechend gross ist der Support aus der Bevölkerung. Bis am 31. August konnten sich Helfer anmelden. «Es haben sich viele Personen, Vereine und Firmen gemeldet, die uns unterstützen wollen», sagt Max Gmür stolz. «Manche Vereine haben sogar zugesagt, dass sie ihr Training oder ihre Probe ausfallen lassen und uns stattdessen helfen den Kranz zu bauen. Nächste Woche beginnen die ersten Vorbereitungsarbeiten mit dem Bau des Gerüstes. Die Hauptarbeiten beginnen dann im November.

Hat schon diverse Projekte realisiert: Max Gmür Bild: Tagblatt Archiv

Hat schon diverse Projekte realisiert: Max Gmür Bild: Tagblatt Archiv

Nicht ganz billig

Selbstverständlich kostet der grösste Adventskranz der Welt auch den einen oder anderen Franken. Max Gmür geht von Kosten von über 100’000 Franken aus. Dieser Betrag soll durch Sponsoren, die Gastronomie im Raclette-Zelt, die Vermietung von Schlittschuhen für die Kunsteisbahn sowie Crowdfunding finanziert werden. «Wir sind zurzeit noch auf der Suche nach einer geeigneten Crowdfunding-Plattform.» Summa summarum soll das Crowdfunding 20’000 Franken abwerfen. Für 50 Franken kann man sich einen Meter Adventskranz kaufen.

Max Gmür ist sich sicher, dass dieses Geld zusammen kommt. Nicht zuletzt wegen dem grossen Support der Mosliger. «Es wäre ja bedenklich, wenn uns das nicht gelingen würde. Wir werden sicher alles daran setzten, dass das klappt.»

Vom «Donnschtig-Jass» bis zum Jodlerfest

Für den Verkehrsverein Mosnang ist das Adventskranz-Projekt nicht die erste grosse Kiste. In den letzten Jahren hat er sich immer wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Im Jahr 2004 fand eine Wanderung um die ganze Gemeinde statt, 2007 veranstaltete der Verkehrsverein einen Gala-Abend mit dem unterdessen verstorbenen Volksschauspieler Jörg Schneider, der in Mosnang ein Ferienhaus hatte, 2010 war der «Donnschtig-Jass» in Mosnang zu Gast, 2013 sorgte das «Mosliger Zelt» am Nordostschweizerischen Jodlerfest in Wattwil für Furore und 2015 sendete die SRF-Musikwelle eine Live-Sendung aus Mosnang. Fazit: «Moslig» ist alles andere als eine 0815-Gemeinde.

(uli)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel