Mülibach soll endlich gebändigt werden

Am 27. Juli ging der Mülibach zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres über die Ufer.
Am 27. Juli ging der Mülibach zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres über die Ufer. © Tobias Lenhehr/TVO
Zweimal innerhalb eines Jahres hat der Mülibach im Weisstannental die Fischzucht von Meinrad Gmür verwüstet. Die Gemeinde Mels habe zu wenig unternommen, um den Bach in den Griff zu bekommen, lautete der Vorwurf. Nun haben die Behörden erste Entscheide für ein Hochwasser-Schutzprojekt gefällt.

“Es hat niemand etwas getan. Es ist bekannt, dass der Mülibach unberechenbar ist”, sagte Meinrad Gmür Ende Juli, als seine Fischzucht samt Restaurant schon zum zweiten Mal durch die Fluten verwüstet wurde. Schon im Sommer 2015 ging der Bach über die Ufer und verwüstete den Ortsteil Schwendi in der Gemeinde Mels. Nun wollen die Gemeindebehörden endlich handeln.

Millionenprojekt aufgegleist

Laut einem Bericht des Regionaljournals Ostschweiz will die Gemeinde Mels 3,5 bis 5 Millionen Franken in ein Hochwasser-Schutzprojekt stecken. Erste Entscheide seien gefällt. Ausserdem sind zusätzliche Sofortmassnahmen angedacht.

Mülibach hat Priorität

Nebst dem Millionen-Projekt in Schwendi sind noch sechs andere Hochwasser-Schutzprojekte in Planung. Deshalb müsse die Gemeinde Prioritäten setzen, der Mülibach stehe ganz oben auf der Liste. Trotzdem: Bis Meinrad Gmür mit seiner Fischzucht wieder ruhig schlafen kann, dürften noch zwei Jahre vergehen.

(red.)


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