Mutmasslicher Todesschütze von Michigan arbeitete bei Uber

Blumen liegen vor einem Autohandelsgeschäft in Kalamazoo: An diesem Ort erschoss der mutmassliche Schütze einen Mann und seinen Sohn.
Blumen liegen vor einem Autohandelsgeschäft in Kalamazoo: An diesem Ort erschoss der mutmassliche Schütze einen Mann und seinen Sohn. © /AP Kalamazoo Gazette-MLive Media Group/ANDRAYA CROFT
Der bewaffnete Mann, der im US-Bundesstaat Michigan offenbar wahllos sechs Menschen erschossen haben soll, war ein Uber-Fahrer. Das bestätigte die Firma für Personentransportdienst am Sonntag.

Laut Uber wurde der Mann von der Firma überprüft, dabei habe es keine Hinweise auf eine kriminelle Vergangenheit gegeben. Uber habe sich an die Polizei gewandt, um bei den Ermittlungen zu “helfen, wo wir nur können”, erklärte Sicherheitschef Joe Sullivan.

Der Täter hatte in der 76’000-Einwohner-Stadt Kalamazoo rund 190 Kilometer westlich von Detroit am Samstag an drei verschiedenen Orten auf Passanten geschossen – nahe einem Restaurant, vor einer Autohandlung und vor einem Wohnkomplex.

Sechs Menschen wurden tödlich getroffen, eine Jugendliche schwebte am Sonntag nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch in Lebensgefahr. Zwischenzeitlich war von sieben Toten die Rede gewesen.

Der Schütze war in der Nacht zum Sonntag festgenommen worden, sein Motiv sei noch unklar, wie Polizeisprecher Dave Hines sagte. Laut der Staatsanwaltschaft handelte es sich bei dem Festgenommenen um einen 45-Jährigen. Er sollte am Montag wegen Mordes angeklagt werden.

Ein Mann berichtete einem örtlichen TV-Sender, dass er das Auto des 45-Jährigen zwei Stunden vor dem ersten tödlichen Zwischenfall nur mit Mühe verlassen konnte, weil der Mann halsbrecherisch gefahren sei und nicht habe anhalten wollen. Er habe die Polizei informiert, und seine Freundin habe ein Foto des Fahrers auf Facebook gepostet, um andere Menschen zu warnen, berichtete Matt Mellen dem Sender WWMT.

In den vergangenen Jahren sorgte eine ganze Reihe von Bluttaten in den USA für Entsetzen. US-Präsident Barack Obama konnte sich mit seiner Forderung nach einer strikteren Begrenzung des Zugangs zu Waffen aber trotzdem nicht gegen die republikanische Mehrheit im Kongress durchsetzen. Insgesamt werden in den USA pro Jahr etwa 30’000 Menschen mit Schusswaffen getötet.

(SDA)


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