21 Chibok-Mädchen aus Geiselhaft befreit

Die verschleppten Mädchen auf einem Bild der Terrorgruppe Boko Haram. 21 der Mädchen kamen nun durch Verhandlungen frei. (Archiv)
Die verschleppten Mädchen auf einem Bild der Terrorgruppe Boko Haram. 21 der Mädchen kamen nun durch Verhandlungen frei. (Archiv) © KEYSTONE/AP Militant Video/AP PHOTO
Rund zweieinhalb Jahre nach der Entführung durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram sind 21 Mädchen aus dem nigerianischen Ort Chibok freigekommen. Die Geiselhaft der Mädchen sei beendet, erklärte Regierungssprecher Mallam Garba Shehu am Donnerstag. Sie seien nun in Sicherheit.

An den Verhandlungen zwischen der sunnitischen Miliz und der Regierung seien auch das Internationale Rote Kreuz und die Schweizer Regierung beteiligt gewesen, hiess es. Die Gespräche würden fortgesetzt.

Im April 2014 waren 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus dem Ort Chibok im nordöstlichen Bundesstaat Borno verschleppt worden. 57 Mädchen gelang wenige Stunden später die Flucht. Mehr als 200 galten weiterhin als vermisst.

Im Mai kamen die ersten beiden von ihnen frei: Die erste, eine 19-Jährige, wurde im Sambisa-Wald im Bundesstaat Borno von einem Suchtrupp gefunden, die zweite wurde zwei Tage später entdeckt und in Sicherheit gebracht.

Ihre Entführung löste international Entsetzen aus. Die Kampagne zur Befreiung der Mädchen («Bring Back Our Girls») wurde unter anderem auch von US-First Lady Michelle Obama unterstützt.

Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Mindestens 20’000 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet, 2,6 Millionen Menschen wurden durch die Gewalt in die Flucht getrieben.

(SDA)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel