Nati-Trainer Petkovic in der personellen EM-Komfort-Zone

Nati-Coach Vladimir Petkovic hat bislang keine Ausfälle zu beklagen
Nati-Coach Vladimir Petkovic hat bislang keine Ausfälle zu beklagen © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Nationaltrainer Vladimir Petkovic kann den EM-Achtelfinal gegen Polen ohne personelle Sorgen planen. Auch einen Monat nach dem ersten Training im Tessin stehen ihm alle 23 Spieler zur Verfügung.

24 Stunden vor dem Abflug nach Saint-Etienne trainierte das Schweizer Nationalteam am späten Donnerstagmorgen ein letztes Mal vor dem Achtelfinal vom Samstag gegen Polen im Stade de la Mosson von Montpellier. Die Sonne schien vom tiefblauen Himmel Südfrankreichs, das Thermometer kletterte bald auf über 30 Grad.

Wie schon in der Vorrunde, als die Schweizer den sonnigen Süden in Richtung Lens, Paris oder Lille verlassen mussten, werden sie auch nach Saint-Etienne nicht vom schönen Wetter begleitet. Für das Spiel am Samstag sagen die Meteorologen in der Kleinstadt am Fusse des Zentralmassivs Regen und bloss knapp 20 Grad voraus.

Doch das schlechte Wetter an den Schweizer Spielorten ist in diesen Tagen eine Randnotiz. Denn trotz allfälligen Regens wird auch am Samstag keine Wolke das Befinden von Nationalcoach Vladimir Petkovic trüben. Wenn beim Abschlusstraining am Freitag nichts geschieht, kann Petkovic auch im vierten EM-Spiel personell aus dem Vollen schöpfen. Seit Beginn der Vorbereitung vor einem Monat im Tessin schlägt sich kein Schweizer mit ernsthaften körperlichen Problemen herum.

Nach dem letzten Testspiel am 3. Juni in Lugano gegen Moldawien hatte Petkovic angekündigt: “Wir haben im physischen Bereich gut gearbeitet. An der EM wird man ein Schweizer Team sehen, das körperlich auf dem besten Niveau ist.” Petkovic hatte sich nicht geirrt, er konnte an der EM bisher stets seine Wunschformation nominieren. Ausserdem war er in den Spielen nur zu taktischen Wechseln gezwungen.

Ungeplante und störende Experimente waren bisher nicht nötig. Auch vor dem Spiel gegen Polen wird sich Petkovic nur darüber Gedanken machen müssen, ob er in der Sturmspitze Haris Seferovic oder wie gegen Frankreich Breel Embolo bringt. Petkovic befindet sich damit in einer Situation, wie sie seine Vorgänger Jakob Kuhn und Ottmar Hitzfeld an den EM- und WM-Endrunden zwischen 2004 und 2014 nie vorgefunden haben.

(SDA)


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