Neubau ergänzt Altbau des Landesmuseums eindrücklich

Im Neubau des Landesmuseums spricht Architekt Emanuel Christ (r) mit Direktor Andreas Spillmann. Die zahlreichen runden Fenster öffnen den Blick auf die Umgebung.
Im Neubau des Landesmuseums spricht Architekt Emanuel Christ (r) mit Direktor Andreas Spillmann. Die zahlreichen runden Fenster öffnen den Blick auf die Umgebung. © /KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Am 1. August eröffnet das Landesmuseum in Zürich seinen Neubau. Der verwinkelte Baukörper aus Tuffbeton ergänzt den Altbau auf eindrückliche Weise. Der Architekt Emanuel Christ lud die Medien am Donnerstag zu einem ersten Rundgang.

Der 111 Millionen Franken teure Neubau mit dem Ambiente einer riesigen modernen Kathedrale beschert dem Landesmuseum eine zusätzliche Ausstellungsfläche von 2200 Quadratmetern.

Das Büro Christ & Gantenbein, das den Wettbewerb von 2002 gewann, konzipierte den Neubau nicht als isolierten Baukörper. Vielmehr schliesst er sich mit dem Altbau von Gustav Gull von 1898 zu einem Kreis und korrespondiert auf alle möglichen Seiten mit der Umgebung, mit dem Altbau, aber auch mit Park, Walche und Limmat.

Das Aussen und Innen, das Neue eng mit dem Alten zu verbinden, waren zentrale Anliegen seiner Architektur, betonte Emanuel Christ vor den Medien immer wieder.

Die erste Wechselausstellung im Neubau wird am 1. August eröffnet. Sie widmet sich dem Thema “Europa in der Renaissance. Metamorphosen 1400-1600”. Gleichentags wird hier auch die erste Dauerausstellung “Archäologie der Schweiz” eingerichtet. Bis dahin zeigt das Landesmuseum Exponate zu den Themen “Dada Universal” (ab 5. Februar) und “Conrad Gessner” (ab 17. März).

Was das Publikum 2015 betrifft, konnte das Landesmuseum im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegen (von 228’500 auf 230’500), während die Aussenstellen Château de Prangins (-10’000) und Forum Schweizer Geschichte (-1000) Rückgänge verzeichneten.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen