Neun Personen im Spital nach Arbeitsunfall in Fluchtstollen

Kurz nach dem Strandbad von Twann taucht man von Biel kommend und in Richtung Neuenburg fahrend in den Ligerz-Tunnel ein und erst nach Schafis wieder auf. Das vis-à-vis der Petersinsel liegende Winzerdorf Ligerz bekommen die Reisenden dabei nicht zu Gesicht.
Kurz nach dem Strandbad von Twann taucht man von Biel kommend und in Richtung Neuenburg fahrend in den Ligerz-Tunnel ein und erst nach Schafis wieder auf. Das vis-à-vis der Petersinsel liegende Winzerdorf Ligerz bekommen die Reisenden dabei nicht zu Gesicht. © Swisstopo
Bei einem Arbeitsunfall im Ligerztunnel der Nationalstrasse A5 haben in der Nacht auf Freitag zwei Arbeiter eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Sieben weitere Personen wurden zur Kontrolle in ein Spital gebracht.

Die meisten von ihnen konnten das Krankenhaus im Verlauf der Nacht wieder verlassen, wie die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland und die Berner Kantonspolizei mitteilten.

Zum Unfall kam es, als Arbeiter im Rahmen von Bauarbeiten für einen Sicherheitsstollen das Ventilationssystem dieses Stollens in Betrieb nehmen wollten. Als die Fernsteuerung nicht funktionierte, begaben sich zwei Männer in den Stollen, um die Lüftung von Hand einzuschalten.

Einer der beiden Männer fühlte sich plötzlich unwohl, worauf sein Kollege den Tunnel verliess, um Hilfe zu holen. Den Männern gelang es schliesslich, den Mann zu finden und ins Freie zu bringen. Neben dem Mann, dem es unwohl wurde, erlitt auch ein Helfer eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Mehrere Ambulanzen standen im Einsatz. Die Polizei hat Ermittlungen zur genauen Klärung der Unfallursache aufgenommen.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) will mit einem Fluchtstollen die Sicherheit des Strassentunnels bei Ligerz verbessern. Der 1991 in Betrieb genommene, einröhrige Tunnel am Bielersee entspricht heute nicht mehr den gängigen Sicherheitsnormen. Dieser Flucht- oder Sicherheitsstollen wurde im Verlauf des letzten Jahres ausgebrochen.

Im Frühling 2017 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, wie das ASTRA auf seiner Internetseite schreibt.

(SDA)


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