New York verkündet Kompromiss im Streit um Pferdekutschen

Eine Pferdekutsche am 13. Januar unterwegs im Central Park in New York.
Eine Pferdekutsche am 13. Januar unterwegs im Central Park in New York. © /AP/MARY ALTAFFER
Im Streit um die berühmten Pferdekutschen im Central Park hat die Stadt New York einen Kompromiss verkündet. Die Zahl der Kutschpferde soll langfristig fast halbiert und ihre Arbeitszeit begrenzt werden. Und die Tiere sollen in Ställen innerhalb des Parks unterkommen.

Dies teilte der Stadtrat am späten Sonntagabend (Ortszeit) mit. In mehreren Schritten soll die Zahl der Kutschpferde von derzeit 180 auf 95 reduziert werden, nachdem Tierschützer ein Ende der Kutschfahrten forderten. Bis Oktober 2018 sollen zudem neue Ställe für 68 Kutschen und 75 Pferde innerhalb des Parks die alten Ställe an der 52. Strasse ersetzen – die Pferde müssten dann nicht mehr ihren Heimweg mitten durch den Stadtverkehr antreten.

Ab dann dürfen die Kutschen auch nur noch im Central Park fahren, und Pferde, die nicht arbeiten, sollen zur Erholung aufs Land geschickt werden. Bereits ab 1. Dezember darf eine Kutsche zudem nur noch neun Stunden pro Tag in Betrieb sein.

Tierschützer von der Gruppe NYClass setzen sich seit Jahren für ein Ende der traditionsreichen Kutschfahrten durch die grüne Lunge von New York ein. Für eine Online-Petition, in der das Geschäft mit den Pferden als “grausam, unmenschlich und unfallträchtig” angeprangert wird, sammelte sie mehr als 35’800 Unterschriften.

Auch Bürgermeister Bill de Blasio hatte nach seinem Amtsantritt vor zwei Jahren versprochen, die wegen ihrer Romantik bei Touristen und Filmemachern beliebten Kutschfahrten zu beenden. Seine Ankündigung traf jedoch auf heftigen Widerstand. Nun äusserte sich das Büro des Demokraten zufrieden mit dem Kompromiss mit dem Kutscher-Gewerbe: “Wir freuen uns, gemeinsam die letzten Details des Gesetzes auszuarbeiten und es verabschieden zu lassen”, fügte es hinzu. (SDA)


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