Niederlande braucht Sieg mit 7 Tore-Differenz

Die Niederlande mit Coach Dick Advocaat steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe
Die Niederlande mit Coach Dick Advocaat steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe © KEYSTONE/EPA ANP/BAS CZERWINSKI
Die nächste Schmach für das Nationalteam der Niederlande ist schon fast besiegelt. Die «Elftal» braucht heute Abend im letzten Spiel der WM-Qualifikation gegen Schweden mindestens ein 7:0.

Zumindest Bondscoach Dick Advocaat klammerte sich am Tag vor dem Heimspiel gegen Schweden an die letzte Hoffnung: «Ich dachte nicht, dass ein 8:0 für Schweden gegen Luxemburg möglich ist, also ist ein 7:0 für uns gegen Schweden auch möglich.» Hintergrund der Worte war eine Aussage, die er vor dem vorletzten Spieltag am Samstag getätigt hatte. Über einen möglichen Kantersieg Schwedens gegen Luxemburg hatte Advocaat gesagt: “Die werden nicht mit 8:0 gewinnen. Was ist das für eine dumme Frage?”

Bezeichnenderweise stand in Stockholm am Ende exakt dieses Resultat zu Buche. Die ohnehin schon geringen Chancen der Niederlande schwanden damit trotz des eigenen 3:1-Pflichterfolgs in Weissrussland auf ein Minimum. Einen Sieg mit mindestens sieben Toren Differenz benötigt die gebeutelte «Elftal» nun zum Abschluss gegen den direkten Konkurrenten Schweden in Amsterdam. Captain Arjen Robben macht sich keine grossen Hoffnungen mehr: «Wir müssen weitermachen und bis zur letzten Minute alles geben, aber du musst realistisch sein: Das ist nicht zu schaffen.»

Gegner Schweden steht dagegen so gut wie sicher als Barrage-Teilnehmer fest. Mit einem Sieg in Amsterdam könnte theoretisch Leader Frankreich noch überholt werden. Doch nach ihrem wichtigen 1:0 in Bulgarien werden die Franzosen den Spitzenplatz im abschliessenden Heimspiel gegen Weissrussland wohl nicht mehr aus der Hand geben.

In der Gruppe H kommen Griechenland (16 Punkte) und Bosnien-Herzegowina (14) noch für Platz 2 hinter dem bereits qualifizierten Belgien infrage. Griechenlands Chancen stehen dabei bedeutend besser. Das Team von Coach Michael Skibbe benötigt nur noch einen Heimsieg gegen das überforderte Schlusslicht Gibraltar, während Bosnien-Herzegowina in Estland gewinnen und auf eine Sensation in Piräus hoffen muss. Gibraltars grösste Erfolge bisher waren ein 0:0 gegen die Slowakei vor vier Jahren und ein 1:0 gegen Malta vor drei Jahren. Beides waren Testspiele.

(SDA)


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