Niemand fährt mehr Snowboard

Snowboarder auf der Piste sind selten.
Snowboarder auf der Piste sind selten. © EPA/JON BUCKLE/YIS/IOC HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Während vor ein paar Jahren noch alle mit Baggies, Bandana und viel zu langen Jacken auf dem Board die Piste herunter kurvten, ist Snowboarden heute vom Aussterben bedroht. Immer häufiger wechseln Snowboarder auf zwei Bretter an den Füssen. Dies spüren auch die Skischulen.

“Es hat eine klare Verschiebung gegeben vom Snowboarden zum Skifahren”, sagt Noldi Heiz, Schulleiter der Skischule in Arosa. Während vor über zehn Jahren noch 40 Prozent der Schüler Snowboard fuhren, sind es heute noch rund zehn Prozent.

Vielseitige Skier

Ähnlich sieht die Situation im Toggenburg aus. Von den 60 Schneesportlehrern geben gerade einmal zehn Snowboard-Unterricht. “Dafür gibt es verschiedene Gründe”, sagt Christian Schmid von der Skischule Wildhaus. Unter anderem sei es mit Skiern einfacher lange Traversen zu passieren. Hinzu komme, dass es bei den Skis immer wieder Neuheiten gebe. “Im Moment im Trend seien die Freerider-Skis. Mit diesen kann man auch gut rückwärts fahren, in den Funpark gehen und über die Boxen fahren”, so Christian Schmid. Zum Teil sei man mit den Skiern gar freier als mit dem Snowboard. Dadurch, dass der Ski Funpark tauglich wurde, hat dies die Verschiebung zusätzlich verstärkt.

Verkaufszahlen stützen den Eindruck

Die Absatzzahlen der Snowboards in der Schweiz bestätigen das Gefühl der Skilehrer. Während vor der Jahrtausendwende rund 110’000 Snowboards über den Ladentisch gingen, waren es im letzten Winter noch 40’000.

(abl)


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