Niemand will mehr Plastiksäckli

Wer heute noch ein Plastiksäckli will, zahlt dafür fünf Rappen. (Symbolbild).
Wer heute noch ein Plastiksäckli will, zahlt dafür fünf Rappen. (Symbolbild). © KEYSTONE/Gaetan Bally
Seit einem Jahr kosten die Plastiksäckli in der Migros fünf Rappen. Die Massnahme, die den Plastikverbrauch verringern soll, zeigt ihre Wirkung. Rund 80 Prozent weniger Raschelsäckli werden gebraucht.

Als erster Schweizer Detailhändler schaffte die Migros vor genau einem Jahr die Gratis-Plastiksäckli ab. Coop und weitere Detailhändler zogen nach, die Säckli kosten nun fast überall fünf Rappen. Nur, wo man Spontankäufe tätigt, wie beispielsweise in Tankstellen, sind die Raschelsäckli noch gratis. Die Massnahme zeigt Wirkung: Die Migros spart 80 Prozent, Coop gar 85 Prozent der Plastiksäckli ein, schreibt das SRF.

Viele nehmen heute ihre Einkaufstaschen selbst mit, auch wenn sie nur einen kleineren Einkauf tätigen. Eine Stofftasche dabei zu haben, ist zur Normalität geworden. Zu verdanken ist dies der Politik, die mit Druck dazu beigetragen hat, den Plastikmüll zu verringern. Alleine Coop spart jährlich 850 Tonnen Plastik, seit die Säckli etwas kosten, schreibt das SRF.

Würden auch Tankstellen wie Coop Pronto, Migrolino oder Avia Shops auf das kostenlose Abgeben der Plastiktüten verzichten, könnte nochmals deutlich mehr Abfall eingespart werden. Im Volg und in der Landi gibt es die Raschelsäckli noch gratis. Aber auch diese Detailhandelsketten müssen dies wohl bald ändern – zum Schutz der Natur.

(enf)


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