Nino Cozzio ist tot

Nino Cozzio war zehn Jahre Stadtrat in St.Gallen. (Archiv Mai 2017)
Nino Cozzio war zehn Jahre Stadtrat in St.Gallen. (Archiv Mai 2017) © Tagblatt/Ralph Ribi
Der St.Galler Stadtrat Nino Cozzio ist am Mittwochabend im Alter von 59 Jahren seinem Krebsleiden erlegen.

Nino Cozzio, Direktor Soziales und Sicherheit, ist am Mittwochabend im Alter von 59 Jahren seinem schweren Krebsleiden erlegen, dies teilt die Stadt St.Gallen am Freitag mit.

Nino Cozzio wurde 2007 mit 49 Jahren in die St.Galler Stadtregierung gewählt. Der ausgebildete Rechtsanwalt stand seit Amtsbeginn der Direktion Soziales und Sicherheit und damit den Dienststellen Stadtpolizei, Feuerwehr und Zivilschutz, den Sozialen Diensten sowie dem Amt für Gesellschaftsfragen vor.

Sozioprofessionelle Fanarbeit

Unter seiner Leitung konnten zahlreiche gesellschaftspolitische Weichenstellungen vorgenommen werden, darunter etwa der Ausbau subventionierter Kinderkrippen, die Gründung der Stiftung Zeitvorsorge, die Schaffung einer gemeindenahen Palliative Care, die Etablierung der sozioprofessionellen Fanarbeit oder der Ausbau der KESB-Region St.Gallen.

Leistungsfähige Stadtpolizei

Auch in der Sicherheitspolitik hat Nino Cozzio zahlreiche Anliegen umgesetzt. Erwähnt sei die Weiterentwicklung einer leistungsfähigen und eigenständigen Stadtpolizei sowie die Verankerung einer regionalisierten Katastrophenorganisation, schreibt die Stadt.

Darüber hinaus nahm Stadtrat Cozzio als Kantonsrat und Vertreter in zahlreichen Organisationen sowie Verwaltungsräten die Interessen der Stadt St.Gallen wahr und stand während sechs Jahren der Konferenz Städtischer Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD) vor.

Krebsleiden im Jahr 2015 diagnostiziert

Anfang Mai 2017 gab Nino Cozzio aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt per Ende Jahr bekannt. Die im Sommer 2015 diagnostizierte Krebserkrankung hatte zusehends ihren Tribut gefordert. Seine Amtsgeschäfte gab Cozzio erst vor einer Woche ab. Die Trauerfeier findet am kommenden Donnerstag in der Kathedrale St.Gallen statt.

 


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen