Noch kein Entscheid übers Qualifying-Format

FIA-Präsident Jean Todt sah sich zuletzt heftiger Kritik ausgesetzt
FIA-Präsident Jean Todt sah sich zuletzt heftiger Kritik ausgesetzt © KEYSTONE/AP/JON SUPER
Der Entscheid übers Qualifying-Format in der Formel 1 bleibt ein Streitpunkt. Das Treffen von FIA-Präsident Jean Todt und Bernie Ecclestone mit den Team-Vertretern in Bahrain bringt kein Ergebnis. Das Problem ist akut.

Der Qualifikations-Modus, der trotz der heftigen Kritik nach der Premiere im Grand Prix von Australien zum Unverständnis aller am Samstag in Bahrain nochmals angewandt worden war, hat der gesamten Formel 1 weiteren Schaden zugefügt. Die ebenfalls unzufriedenen Vertreter der Teams waren sich über die Dringlichkeit einig und hatten noch am vorletzten Sonntag in Melbourne beschlossen, unverzüglich zum bisherigen Format zurückkehren zu wollen.

Doch Ecclestone und Todt schlugen alle vernichtenden Reaktionen genauso in den Wind wie den in Melbourne gefällten Entscheid. Die Lösung der Team-Verantwortlichen hatten Ecclestone und Todt erst gar nicht in Betracht gezogen. Ihre Vorschläge für eine weitere Abstimmung hatten nur zwei Varianten beinhaltet: Entweder ein “Misch-Format” (erste zwei Teile des Qualifyings nach neuer, den abschliessenden dritten Abschnitt nach bisheriger Art) oder die Beibehaltung des neues Modus.

Eine Lösung des Problems konnten Todt und Ecclestone nach dem Treffen im Vorfeld des Grand Prix von Bahrain in Sakhir nicht präsentieren. Bekannt ist bislang einzig, dass sich der Franzose und der Engländer gegen die Rückkehr zum bisherigen Format querstellen. Die nächste Sitzung ist auf den kommenden Donnerstag in anberaumt. Welche Vorschläge dannzumal diskutiert werden, ist noch nicht bekannt.

Ein endgültiger Entscheid wäre ohnehin nicht möglich gewesen. Jede Änderung im Reglement muss bis zum Inkrafttreten weitere Instanzen durchlaufen. Erstes Anlaufstelle ist die Formel-1-Strategiegruppe, in der neben Todt und Ecclestone Vertreter von sechs Teams Einsitz haben. Dann geht deren Vorschlag weiter an die Formel-1-Kommission, in der Abgesandte von allen Rennställen, der örtlichen Grand-Prix-Veranstalter, von Reifenlieferant Pirelli und von Sponsoren dabei sind. Letzte Instanz ist schliesslich der FIA-Weltrat, die oberste Behörde des Internationalen Automobil-Verbandes.

(SDA)


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