Doppelt so viele Tote im Bodensee

Traurige Bilanz: Im Bodensee sind im vergangenen Jahr 19 Personen ertrunken, das sind zehn mehr als im Vorjahr. Die Seepolizei führt die Zunahme auf die Hitzewelle im Sommer zurück. Betroffen waren vor allem ältere Menschen. 

2015 war für die Seepolizei auf dem Bodensee ein hartes Jahr. Auf dem gesamten See, inklusive Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen, ereigneten sich insgesamt 194 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 20 Ereignissen. Diese forderten 54 Verletzte (2014:58) und 19 Tote (9).

Im vergangenen Jahr mussten 448 Personen gerettet werden, 2014 waren es noch 296. Dies gab die Thurgauer Seepolizei heute bekannt.

Auf Thurgauer Seite kamen drei Personen ums Leben. Anfang Juli ertrank eine 60-jährige Frau beim Schwimmen vor Arbon und Mitte Mai wurde ein zwölfjähriger beim Baden in der Thur bei Eschikofen von der Strömung erfasst und konnte ebenfalls nur noch tot geborgen werden. Bei Wiedehorn geriet Mitte Juli ein 50-jähriger Schwimmer unter Wasser und gilt seither trotz umfangreicher Suchmassnahmen noch immer als vermisst. Insgesamt mussten 111 Personen aus Seenot gerettet werden, dies entspricht beinahe einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr (63).

Die Zunahmen führt die Seepolizei auf das sehr schöne Wetter während der Sommermonate zurück. Die Hitze machte vor allem älteren Menschen zu schaffen. Das habe zu Herz-Kreislaufproblemen geführt. “Wir haben vor allem über 70-Jährige Personen, die ertrunken sind”, sagt Urs Eberli, Dienstchef der Seepolizei Thurgau.

(red)

 


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