Nullnummer des Bayern-Bezwingers Mainz

Mainz' Giulio Donati diskutiert mit dem Referee nach seinem Platzverweis
Mainz' Giulio Donati diskutiert mit dem Referee nach seinem Platzverweis © KEYSTONE/EPA dpa/TORSTEN SILZ
Vier Tage nach dem Auswärtssieg gegen Meister Bayern München enttäuscht Mainz im Heimspiel gegen Aufsteiger Darmstadt. Das Team des Schweizer Trainers Martin Schmidt kommt nicht über ein 0:0 hinaus. Der Unterhaltungsfaktor in der mit 34’000 vollbesetzten Mainzer Arena hielt sich in Grenzen.

Darmstadt verteidigte praktisch während der gesamten Partie – selbst nach dem Platzverweis des Mainzers Giulio Donati wegen einer Tätlichkeit (57.) änderte der Aufsteiger wenig an seiner destruktiven Haltung.

Vier Tage nach dem 2:1-Coup gegen Bayern München fehlte der fünftplatzierten Equipe des Schweizer Trainers Martin Schmidt die Energie zur Erfüllung der Pflicht. Unmut kam nach dem eher enttäuschenden Ergebnis indes nicht auf, den Rückschlag nach zuletzt fünf Siegen in sechs Runden nahm Schmidt gelassen: “Wir waren bis zur Roten Karte am Drücker, ich kann mit dem Unentschieden gut leben.”

Der Walliser attestierte seiner Elf um den defensiven Mittelfeld-Regisseur Fabian Frei eine “tolle Mentalität”, von der Unterzahl sei praktisch nichts zu spüren gewesen.

Der Hamburger SV hat sich nach drei sieglosen Spielen dank des 2:0 gegen Hertha Berlin (fürs Erste?) von der Abstiegszone abgesetzt und liegt nun als Zehnter sieben Punkte vor Platz 16. Nicolai Müller schoss die beiden Tore nach der Pause innerhalb von 17 Minuten (58./75.).

Nach den zuletzt schwachen Auftritten hatte HSV-Trainer Bruno Labbadia sein Team im Vergleich zum letzten Spiel gegen Schalke (2:3) auf fünf Positionen verändert. Nicht dabei waren auch die Schweizer Johan Djourou und Josip Drmic. Abwehrchef Djourou war gesperrt, der Stürmer Drmic sass während 90 Minuten auf der Bank. Er kam erstmals seit seinem Wechsel von Mönchengladbach zum HSV Ende Januar überhaupt nicht zum Einsatz.

Hertha Berlin verpasste derweil, den 3. Platz zu festigen. Noch sind die Berliner auf Champions-League-Kurs, doch konnten sie von den Punktverlusten der Konkurrenz aus Mainz und Mönchengladbach nicht profitieren. Der erste Verfolger ist nun Schalke als Vierter – mit einem Punkt Rückstand auf die Hertha. Am nächsten Freitag kommt es zum Direktduell zwischen Hertha und Schalke im Berliner Olympiastadion.

Mainz – Darmstadt 0:0. – 34’000 Zuschauer. – Bemerkung: Mainz mit Frei (bis 66.). 57. Rote Karte gegen Donati (Mainz) wegen einer Tätlichkeit.

Hamburger SV – Hertha Berlin 2:0 (0:0). – 46’136 Zuschauer. – Tore: 58. Müller 1:0. 75. Müller 2:0. – Bemerkung: Hamburger SV ohne Djourou (gesperrt) und Drmic (Ersatz), Hertha Berlin mit Lustenberger (bis 67.) und Stocker (ab 82.).

Rangliste: 1. Bayern München 25/63 (59:13). 2. Borussia Dortmund 25/58 (59:25). 3. Hertha Berlin 25/42 (33:26). 4. Schalke 04 25/41 (37:32). 5. Mainz 25/40 (34:30). 6. Borussia Mönchengladbach 25/39 (50:42). 7. Wolfsburg 25/37 (38:32). 8. Bayer Leverkusen 25/36 (36:33). 9. Ingolstadt 25/32 (19:26). 10. Hamburger SV 25/31 (30:34). 11. VfB Stuttgart 25/31 (40:49). 12. 1. FC Köln 25/30 (26:33). 13. Werder Bremen 25/27 (35:48). 14. Augsburg 25/26 (30:38). 15. Darmstadt 25/26 (25:38). 16. Eintracht Frankfurt 25/24 (28:40). 17. Hoffenheim 25/21 (26:42). 18. Hannover 96 25/17 (22:46).

(SDA)


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