Nur alle 20 Jahre ein “Super Sunday” im Kanton Jura

426 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich für einen Sitz im jurassischen Kantonsparlament. (Archivbild)
426 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich für einen Sitz im jurassischen Kantonsparlament. (Archivbild) © Keystone/MONIKA FLUECKIGER
Dem Kanton Jura steht ein “Super Sunday” bevor: Am kommenden Sonntag stehen nicht weniger als vier Wahlen an. Die Jurassier werden dann ihre National- und Ständeräte wählen, aber auch die Mitglieder der Kantonsregierung und des Kantonsparlaments.

Wegen der unterschiedlichen Legislaturdauer steht im Kanton Jura ungefähr alle 20 Jahre solch ein “Super Sunday” an. Im National- und Ständerat sind je zwei Sitze zu vergeben, die Kantonsregierung zählt fünf Mitglieder und das Kantonsparlament 60.

Insgesamt 474 Kandidaten wollen eins der insgesamt 69 zu vergebenden Mandate ergattern: 24 bewerben sich für den Nationalrat, 6 für den Ständerat, 18 für die Regierungssitze und 426 für einen Sitz im Kantonsparlament.

Die Wahlbüros werden zuerst die Wahlzettel für die Nationalratswahl auszählen und als zweites jene für die Wahl der Kantonsregierung. Danach ist die Ständeratswahl an der Reihe und zuletzt die Wahl für das Kantonsparlament. Die Resultate für die ersten drei Wahlen werden am Sonntagabend erwartet; die Namen der neuen Kantonsparlamentarier dürften erst am Montag bekannt werden.

Die Gleichzeitigkeit der Wahlen erfordere eine sehr gute Organisation sowohl von den Kantons- wie auch den Gemeindebehörden, erklärte die kantonale Kanzlei. Mehrere Informationssitzungen seien organisiert worden für die Gemeindeangestellten, welche für die Auszählung verantwortlich seien.

Die ablösbaren Stimmzettel sind in vier verschiedenfarbige Hefte gruppiert worden, um Verwechslungen zu vermeiden und die jurassischen Stimmberechtigten haben Broschüren mit Wahlanleitungen erhalten. Zudem wurde ein Film gedreht, der die wichtigsten Fragen zur Wahl beantwortet.

Ausländer dürfen im Kanton Jura bei der Ständeratswahl und bei der Wahl der Kantonsregierung sowie des Kantonsparlaments mitmachen. Nicht beteiligen dürfen sie sich an der Nationalratswahl, denn diese untersteht nicht kantonalem Recht sondern Bundesrecht.

(SDA)


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