O. J. Simpson leidet körperlich und geistig

O. J. Simpson - hier 2013 während einer erfolglosen Anhörung über ein Wiederaufnahme-Verfahren - ist ein gebrochener Mann. Das sagt sein früherer Business-Manager (Archiv).
O. J. Simpson - hier 2013 während einer erfolglosen Anhörung über ein Wiederaufnahme-Verfahren - ist ein gebrochener Mann. Das sagt sein früherer Business-Manager (Archiv). © /APA AP / POOL
O. J. Simpson, der seit acht Jahren in Nevada im Gefängnis sitzt, verträgt die Haft gar nicht gut. Der einst so fitte Football-Superstar wiege jetzt mindestens 140 Kilo, rede unzusammenhängend und führe Selbstgespräche, sagt sein früherer Manager Nick Pardo.

Wegen seines Übergewichts leide der 68-Jährige an Diabetes. Auch habe er in den Knien Schmerzen, weil die künstlichen Kniegelenke, die er schon vor Haftantritt hatte, nicht für sein jetziges Gewicht gemacht seien, sagte Pardo dem “People”-Magazin.

O. J. Simpson errang 1994 weltweite Berühmtheit, als er als Tatverdächtiger im Mordfall seiner Ex-Frau und deren Bekanntem festgenommen wurde. Die Verfolgungsjagd, die er sich mit der Polizei lieferte, wurde von einem Helikopter aus aufgezeichnet und im Fernsehen gesendet. Im nachfolgenden Strafprozess wurde er freigesprochen, im Zivilprozess aber zu 33 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt.

Im Lovelock Correctional Center sitzt er aber nicht deshalb, sondern weil er 2008 zwei Souvenirhändler mit einer Waffe bedrohte. Er verlangte Sammlerstücke zurück, die sie ihm angeblich gestohlen hatten. Er kann frühestens 2017 mit Entlassung rechnen.

(SDA)


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