Olma-Modeschmuck mit Schwermetallen belastet

Modeschmuck, der auf dem Markt während der Olma verkauft wurde, entsprach nicht immer den Deklarationen.
Modeschmuck, der auf dem Markt während der Olma verkauft wurde, entsprach nicht immer den Deklarationen. © (KEYSTONE/Martial Trezzini)
Wer Modeschmuck am Markt der Olma kauft, bekommt nicht immer das, was er erwartet. Das St.Galler Amt für Verbraucherschutz hat an der letzten Olma Marktfahrer kontrolliert, die Modeschmuck verkaufen. Ein Drittel der Proben wurden beanstandet. 

Zu viel Nickel, zu viel Blei oder Cadmium im Modeschmuck, dazu falsche Angaben über den Herstellungsort – das waren die Häufigsten Beanstandungen, die das Amt für Verbraucherschutz St.Gallen machte. Während der Olma 2015 hat es 30 Stichproben von Modeschmuck analysiert: Ketten, Verschlüsse, Ringe, Ohrstecker und Anhänger. Neun Proben entsprachen nicht den zulässigen Höchstwerten der Metalle. In zwei Fällen wurde eine positive Nickelabgabe entdeckt, bei sieben Schmuckstücken war der Höchstwert von Blei oder Cadmium überschritten.

Zu viel Nickel kann eine Allergie auslösen; in der Schweiz sind davon rund 15 Prozent der Bevölkerung betroffen. Blei und Cadmium sind toxische Schwermetalle, die die Bevölkerung bereits erheblich belasten.

Seit 2012 gibt es Grenzwerte für Gegenstände, die mit Menschen in Kontakt kommen. Eine Silberkette mit 5 Prozent Cadmium beispielsweise überschritt den Grenzwert um das 500-fache.

Aber nicht nur Grenzwerte sind nicht eingehalten worden, auch die Deklaration der Produktionsstätte war nicht immer korrekt. So war ein Armband mit dem Produktionsort Italien deklariert, stammte aber tatsächlich aus China. Deshalb gilt: Augen auf beim Olma-Ramsch. (red)


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