Opernhaus von Florenz trennt sich nach 30 Jahren von Zubin Mehta

30 Jahre sind genug: Das Florentiner Opernhaus trennt sich von seinem Maestro Zubin Mehta.
30 Jahre sind genug: Das Florentiner Opernhaus trennt sich von seinem Maestro Zubin Mehta. © KEYSTONE/AP/RONALD ZAK
Das Opernhaus von Florenz trennt sich nach 30 Jahren von seinem Musikdirektor Zubin Mehta. Der bis 2017 laufende Vertrag zwischen dem 79-jährigen indischen Dirigenten und dem Theater “Maggio musicale fiorentino” wird nicht mehr verlängert.

Ihm folgt der ehemalige Chefdirigent der Wiener Symphoniker, Fabio Luisi, berichtete die Mailänder Tageszeitung “Corriere della Sera” am Samstag.

Mehta wird zur Eröffnung der Saison 2017 zum letzten Mal als Musikdirektor des Theaters “Don Carlo” dirigieren. Danach kann er lebenslang als emeritierter Chefdirigent am Opernhaus bleiben. Die Nachricht, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde, enttäuschte Mehta dennoch.

Der Intendant des Opernhauses, Francesco Bianchi, setzt mit dem 56-jährigen Italiener Luisi auf eine Verjüngung. “Mehta ist 79 Jahre alt, er wird weiterhin bei uns dirigieren. Wir wollen mit einem jüngeren Dirigenten für einen Neubeginn des Theaters sorgen”, so Bianchi.

Mehta winken andere Projekte: Der Bürgermeister Neapels, Luigi De Magistri, sowie die Leiter des neapolitanischen San-Carlo-Theaters und des Orchesters hatten ihn kürzlich in einem Schreiben gebeten, die Führung des Theaters zu übernehmen. Er solle entscheiden, in welcher Form das geschehen soll – als Musikdirektor oder auch nur als Gastdirigent.

Mehta hatte im September die Saison im Theater San Carlo mit einem Tschaikowski-Konzert eröffnet. Er verzichtete dabei auf seine Gage zugunsten eines Fonds, mit dem neue Instrumente für das Orchester gekauft werden sollen.

(SDA)


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