Organisatoren der Bruder-Klaus-Feiern zufrieden

Einer der Höhepunkte des 600-Jahr-Jubiläums war die Gedenkfeier am 19. August 2017 in Flüeli-Ranft
Einer der Höhepunkte des 600-Jahr-Jubiläums war die Gedenkfeier am 19. August 2017 in Flüeli-Ranft © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Die Organisatoren des Gedenkjahres 600 Jahre Niklaus von Flüe sind zufrieden mit dem Echo, das die Jubiläumsveranstaltungen erzeugt haben. Es sei gelungen, Bruder Klaus und seine Frau Dorothee Wyss authentisch zu würdigen.

Unter dem Motto «Mehr Ranft» feierte der Kanton Obwalden 2017 den 600. Geburtstag des Eremiten. Es gab elf Kernprojekte und 200 Initiativen von Gruppen, Vereinen und Privaten, wie der Trägerverein am Mittwoch mitteilte. Der 2013 gegründete Verein wird im Frühling 2018 aufgelöst. Finanziell wird eine ausgeglichene Rechnung erwartet.

Das Leben und Wirken von Bruder Klaus wurde unter anderem mit einem Staatsakt mit Bundespräsidentin Doris Leuthard gewürdigt. Es gab Anlässe mit der katholischen und reformierten Landeskirche. Ein Gedenkspiel erreichte bei 41 Vorstellungen eine Auslastung von 96 Prozent. Die Post gab eine Sondermarke heraus.

Insgesamt seien die Feiern bescheiden in der Haltung gewesen, aber wirkungsvoll in der Umsetzung, teilte der Trägerverein des Jubiläumsjahres mit. Dies sei der einzige Weg gewesen, um Bruder Klaus und seine Frau authentisch zu würdigen.

Der Trägerverein verzichtete nach eigenen Angaben auf überdimensionierte Veranstaltungen. Um den Pilgerort Flüeli-Ranft zu entlasten, wurden die Kernprojekte dezentral durchgeführt. Es wurden auch Möglichkeiten zu Begegnungen und Denkanstössen geschaffen.

Niklaus von Flüe sei eine einzigartige Persönlichkeit und ein wichtiger Teil der Kultur Obwaldens, teilte der Trägerverein mit. Die Entdeckung des Gedenkjahres sei seine Frau Dorothee Wyss gewesen. Ohne deren Einverständnis wäre der Lebensweg von Bruder Klaus nicht möglich gewesen.

Niklaus von Flüe lebte von 1417 bis 1487 in Obwalden. Er gehörte dem höchsten Zirkel im Kanton an, entsagte aber 1467 seinem bisherigen Leben und wurde Einsiedler.

Es gilt heute als gesichert, dass die Intervention des Eremiten 1481 bei einem Konflikt an der Tagsatzung zum Stanser Verkommnis führte, das die Eidgenossenschaft vor dem Zerfall bewahrte. Er wurde bereits zu Lebzeiten als Mittler, Mystiker und Heiliger gefeiert.

Die Klause des Bruder Klaus ist noch heute eine wichtige Pilgerstätte. Von Flüe wurde 1649 selig gesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte 1947 durch Papst Pius XII.

(SDA)


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