Ostschweizer Piloten überwachen Mittelmeer

Der erste Flug der Ostschweizer Helfer Richtung Mittelmeer.
Der erste Flug der Ostschweizer Helfer Richtung Mittelmeer. © zvg
Täglich riskieren Flüchtlinge beim Überqueren des Mittelmeers ihr Leben. Ostschweizer Piloten wollen dieser Tragödie entgegenwirken. Heute starteten sie ihren ersten Aufklärungsflug Richtung lybische Küste.

Pünktlich um 11:30 Uhr starten die Ostschweizer Piloten in Hohenems ihren ersten Flug. Via Mailand überqueren die Hobbypiloten das Mittelmeer und landen in Djerba, Tunesien. Von dort aus überfliegen die Helfer das Mittelmeer täglich, um nach Flüchtlingen in Not Ausschau zu halten.

Die Ostschweizer Piloten verlassen ihren bekannten Flughimmel Richtung Mittelmeer.

zvg

Die Piloten haben sich auf lange Arbeitszeiten eingestellt. Zudem erwarten sie psychischen Stress. “Wir werden sicher Situationen erleben, die nicht ganz einfach zu verkraften sind”, sagt Fabio Zgraggen, Initiant und Pilot. Die Piloten arbeiten mit der lybischen und tunesischen Küstenwache zusammen. Zudem sind die Ostschweizer in regem Austausch mit der Hilfsorganisation Sea-Watch.

“Mit den Schiffen kann man nur einen begrenzten Bereich überwachen. Zudem sind Schiffe sehr langsam. Mit Flugzeugen kann man sehr schnell ein grosses Seegebiet abdecken”, sagt Ruben Neugebauer, Projektleiter von Sea-Watch.

Bis im November führen die Ostschweizer ihre Aufklärungsflüge über dem Mittelmeer durch. Wenn nötig, bleiben sie auch länger. Monatlich kostet das Projekt rund 8000 Franken. Finanziert wurde die Initiative mit Spendengeldern.

Der TVO-Beitrag zum Thema:

(red)


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