Papst ruft zum Kampf gegen Gewalt auf

Papst Franziskus sprach bei der häuslichen Gewalt gegen Frauen in Südamerika von einer "Plage".
Papst Franziskus sprach bei der häuslichen Gewalt gegen Frauen in Südamerika von einer "Plage". © KEYSTONE/EPA ANSA/LUCA ZENNARO
Papst Franziskus hat zum Kampf gegen Gewalt an Frauen in Lateinamerika aufgerufen. «Es gibt so viele Fälle von Gewalt, die hinter so vielen Mauern verschwiegen werden», sagte der Papst am Samstag bei einer Messe in der peruanischen Stadt Trujillo.

Er lade die Gläubigen ein, «gegen die Plage in unserer lateinamerikanischen Region zu kämpfen: Die zahlreichen Fälle von Gewaltverbrechen gegen Frauen, von Schlägen über Vergewaltigung bis zum Mord», sagte das geistliche Oberhaupt der Katholiken mit Blick auf häusliche Gewalt. Die Menschen müssten gegen diese «Quelle des Leids» ankämpfen.

Laut Uno-Angaben liegt die Hälfte der 25 Länder mit den meisten Morden an Frauen weltweit in Lateinamerika. In Franziskus’ Heimatland Argentinien wurden im vergangenen Jahr nach Behördenangaben mindestens 254 Frauen wegen ihres Geschlechts ermordet.

Franziskus war am Samstag in der Küstenstadt Trujillo 560 Kilometer nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima eingetroffen, nachdem er am Freitag unter anderem Ureinwohner im peruanischen Amazonasgebiet getroffen hatte.

(SDA)


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