Pizolbahnen betteln bei Volk um Geld

Pizolbahnen betteln bei Volk um Geld
© Die Bergbahnen Pizol bitten die Gemeinden um finanzielle Hilfe.
Die Bergbahnen Pizol schreiben rote Zahlen. Damit sie nicht dicht gemacht werden, brauchen sie eine Finanzspritze von vier Millionen Franken. Der Kanton und sechs Gemeinden sollen ausnahmsweise in die Bresche springen.

Die Zukunft der Bergbahnen Pizol hängt von der Bevölkerung in der Region ab. Dem Unternehmen fehlen rund vier Millionen Franken. Der Kanton St.Gallen soll der finanziell angeschlagenen Bergbahn mit rund einer Million Franken aushelfen. «Eine Ausnahme», sagt der CVP-Regierungsrat Bruno Damann: «Wenn ein so bedeutendes Unternehmen restrukturiert, kann der Kanton aushelfen. Ich hoffe aber nicht, dass ich während meiner Zeit als Regierungsrat noch einmal so etwas machen muss.»

Steuerzahler müssten Millionen aufbringen

Das Geld des Kantons soll aber nur fliessen, wenn sechs Gemeinden den restlichen Betrag von rund 3.2 Millionen Franken zu tragen bereit sind. Die Stimmung bei der Informationsveranstaltung in Wangs ist gut. «Man will die Bergbahnen retten», ist der Tenor von Bürgern aus den Gemeinden.

«Bergbahnen werden auch in Zukunft Defizite schreiben»

Die möglichen Geldgeber müssten die Kosten über die Steuern berappen. So ein finanzielles Risiko ist für ein regionales Unternehmen enorm. «Wir haben von den Pizolbahnen die Quartalsabschlüsse verlangt, wenn diese nicht unsere Vorgaben erfüllen zahlen wir nicht», so Damann. Die Bahnen müssen nach einer Finanzspritze finanziell rentabel sein, fordert der Kanton. Dies sei jedoch unrealistisch, sagt der Verwaltungsratspräsident der Bahnen, Markus Oppliger: «Auch in sechs Jahren wird man noch Defizite schreiben.» Der Kanton ist jedoch anderer Ansicht. Jetzt heisst es für die Pizolbahnen: Sparen und geschickt investieren.

 


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