Der «Pinkel-Pöstler» von Flums

Auch ein Pöstler muss mal aufs Klo.
Auch ein Pöstler muss mal aufs Klo. © KEYSTONE/Christian Beutler/Symbolbild
Wenn die Natur ruft, bleibt manchmal auch für den Pöstler keine Zeit, zwei Mal zu klingeln – nein, dann muss er sein Geschäft gleich im Garten machen. So geschehen in Flums. Sehr zum Unmut eines Anwohners.

Anfangs Woche brachte der Briefträger wie immer die Post zu G.* aus Flums: «Ich stand am Küchenfenster und sah, wie der Pöstler schon auf dem Retourweg vom Haus seinen Gurt öffnete. Danach erleichterte er sich direkt hinter dem Haus. Dort stand auch ein Töff, der Spritzer abbekam und wir haben dort auch Kabel am Boden, die vielleicht mal wieder jemand anfassen wird», sagt G.

Der Flumser konnte kaum glauben, was er sah. «Später habe ich bei der Post angerufen und es dauerte keine halbe Stunde, bis der Briefträger zurück kam und sich entschuldigte», sagt G.

«Ich wohne ja schon ein bisschen ländlich und hätte Verständnis gehabt, wenn der Pöstler sein Geschäft bei einem Baum oder Busch verrichtet hätte. Er hätte natürlich auch mein WC benutzen können», sagt G.

G. nervt sich denn auch weniger über den Vorfall an sich: «Ich habe einfach das Gefühl, dass ein Junger dafür zusammengestaucht worden wäre. Und dann kommt ein 60 Jähriger und erlaubt sich das.» Mit der Entschuldigung des Pöstlers ist für G. die Sache denn auch wieder erledigt.

*= Name der Redaktion bekannt

(red.)


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