Ohne Satzverlust im Wimbledon-Final

Roger Federer legt auch im Wimbledon-Halbfinal eine Glanzleistung hin.
Roger Federer legt auch im Wimbledon-Halbfinal eine Glanzleistung hin. © KEYSTONE/AP/Tim Ireland
35 Jahre alt und noch lange nicht zu erschöpft, seinen Gegnern eine Lektion zu erteilen: Roger Federer schlägt den Tschechen Tomas Berdych in Wimbledon 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:4 und zieht ohne Satzverlust in den Final ein. Dort trifft er auf den Kroaten Marin Cilic.

Mit dem 19. Sieg im 25. Duell mit Berdych baute Federer seine Rekordmarken weiter aus. Zum elften Mal steht er am Sonntag im Final von Wimbledon, zum 29. Mal in einem Grand-Slam-Final. Sein 90. Einzelsieg in Wimbledon war sein 30. Erfolg im laufenden Jahr auf der Tour (bei nur zwei Niederlagen). Nach seinem 18. Major-Triumph im Januar in Australien ist Federer seit seiner halbjährigen Pause in der zweiten Jahreshälfte 2016 noch immer ohne Niederlage an einem Grand-Slam-Turnier.

Erinnerung an Australian Open

In Wimbledon ist Federer auch nach sechs Partien noch immer ohne Satzverlust. Dies hatte er zuvor an Grand-Slam-Turnieren erst vier Mal geschafft, zweimal davon in Wimbledon (2006 und 2008). Seinen einzigen Grand-Slam-Titel ohne Satzverlust gewann er 2007 am Australian Open in Melbourne.

Im Gegensatz zu den beiden klaren Siegen in den Runden zuvor gegen Grigor Dimitrov und Milos Raonic trat Federer gegen Berdych allerdings nicht mehr ganz so stilsicher auf, in den entscheidenden Momenten schaffte er es aber wie so oft in seiner Karriere, sich zu steigern und sein bestes Tennis abzurufen.

Achtes Mal in Folge gewonnen

Im ersten Tiebreak schlug Federer sehr gut auf, in der zweiten Kurzentscheidung sorgte er mit mit seiner Vorhand und vier herrlichen Punkten in Serie für die Differenz. Mitte des dritten Durchgangs löste er sich beim Stand von 2:3 und 15:40 mit vier starken Aufschlägen aus der Umklammerung, ehe ihm im Anschluss das entscheidende Break gelang. Nach 2:18 Stunden beendete Federer mit einem weiteren Servicewinner die Partie, womit er das achte Duell in Folge mit dem Tschechen für sich entschied.

Im Final trifft Federer in seiner 102. Partie in Wimbledon, womit er einen weiteren Rekord einstellen wird, auf den Kroaten Marin Cilic, der das Duell der beiden starken Aufschläger gegen den Amerikaner Sam Querrey in knapp drei Stunden mit 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5 für sich entschied.

Bilanz sieht gut aus für Federer

Gegen den Kroaten gewann Federer sechs von sieben Partien, die letzte vor einem Jahr in den Viertelfinals von Wimbledon, als der von Knie- und Rückenproblemen geplagte Schweizer einen 0:2-Satzrückstand noch drehte und dabei im vierten Durchgang drei Matchbälle abgewehrte. Seine einzige Niederlage gegen Cilic kassierte Federer vor knapp drei Jahren am US Open, als der Kroate auf dem Weg zu seinem bislang einzigen Major-Titel gross aufspielte und den Baselbieter im Halbfinal vom Platz fegte.

Mit knapp 36 Jahren ist Federer der älteste Wimbledon-Finalist seit Ken Rosewall 1974. Mit seinem achten Sieg in Wimbledon würde Federer zum alleinigen Rekordsieger am prestigeträchtigsten Turnier der Welt avancieren. Wie der Schweizer haben auch William Renshaw und Pete Sampras das Turnier sieben Mal gewonnen.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen