Real Madrid kann Barcelona entscheidend distanzieren

Cristiano Ronaldo (links) kann mit Real Madrid im Duell mit Lionel Messis FC Barcelona vorentscheidend davonziehen
Cristiano Ronaldo (links) kann mit Real Madrid im Duell mit Lionel Messis FC Barcelona vorentscheidend davonziehen © KEYSTONE/EPA EFE/ALEJANDRO GARCIA
Real Madrid hat am Sonntag ab 20.45 Uhr im «Clasico» gegen den FC Barcelona die grosse Chance, mit einem Heimsieg eine Vorentscheidung im spanischen Titelkampf herbeizuführen.

Das Team von Zinédine Zidane geht mit drei Punkten Vorsprung bei einem Spiel weniger ins Duell mit dem Erzrivalen, der diese Woche bereits im Champions-League-Viertelfinal gegen Juventus Turin ausgeschieden ist.

«Es wird schwer, meine Spieler nach diesem Erlebnis aufzubauen, aber es wird leicht, sie zu motivieren. Wir haben den besten Stimulus, denn wir spielen gegen unseren ewigen Rivalen. Es gibt keinen besseren Ort für ein Auswärtsspiel als das Bernabeu», betonte «Barcelonas Trainer Luis Enrique, dessen Team mit einem Sieg im Sechs-Punkte-Spiel» die Hoffnungen auf den dritten Titel en suite und insgesamt 25. am Leben halten.

Dabei baut er einmal mehr auf Lionel Messi, dem nur zwei Treffer fehlen, um die 500-Tore-Marke in Barcelona-Pflichtspielen zu knacken. «Wir müssen im Santiago Bernabeu gewinnen, das ist unsere letzte Chance», weiss Spielmacher Andres Iniesta.

Der seit 22. Februar ungeschlagene Rekordmeister aus Madrid, der zuletzt 2012 die Meistertrophäe stemmen durfte, will dagegen heuer unbedingt die «Mission 33» vollenden. Der zuletzt mit insgesamt fünf Toren gegen Bayern München in Bestform agierende Weltfussballer Cristiano Ronaldo und seine Real-Kollegen haben zehn ihrer jüngsten zwölf Pflichtspiele gewonnen, Barcelona dagegen nur zwei der jüngsten fünf. Und Real hat die grosse Chance, mit der ersten erfolgreichen Titelverteidigung der Champions-League-Geschichte erstmals seit 1958 den wichtigsten internationalen und nationalen Titel im selben Jahr zu gewinnen.

Barcelonas Abwehrroutinier Gerard Pique räumte ebenfalls ein, das Ausscheiden gegen «Juve» werde am Sonntag «wohl noch Nachwirkungen haben». Aber der 30-Jährige fügte auch im selben Atemzug hinzu: «In Madrid können wir gewinnen, das ist ein guter Platz für uns.» In der Tat: In den jüngsten acht Saisons gingen die Katalanen in der Liga im Bernabeu gleich fünf Mal (bei einem Remis und zwei Niederlagen) als Sieger vom Platz. Und im bisher letzten Liga-Clasico im Bernabeu setzte es am 21. November 2015 sogar ein 0:4-Heimdebakel für die «Königlichen».

«Man bekommt vor einem Clasico Gänsehaut. Die Welt stoppt, um sich dieses Spiel anzuschauen», wies Aussenverteidiger Marcelo nochmals auf die Bedeutung der Partie hin. Und Trainer Zidane versicherte: «Es wird sehr, sehr schwer sein. Wir werden aber nicht auf ein Remis spekulieren.» Denn diesmal würde Real wohl schon eine Punkteteilung reichen, um den nächsten grossen Schritt Richtung 33. Meistertitel zu machen.«Unsere Fans sind ein Spieler mehr», hoffte Reals Erfolgscoach auf den «zwölften Mann» und auf die Fitness des nach muskulären Problemen wieder im Teamtraining stehenden Superstars Gareth Bale.

Barcelonas Torjäger Neymar wird dagegen wohl nur auf der Tribüne sitzen. Der spanische Verband wies einen Einspruch der Katalanen gegen eine Rot-Sperre des 25-jährigen Brasilianers zurück. Eine Bestätigung des obersten Sportgerichts (CAS) wurde noch vor dem Match am Sonntag erwartet.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen