Regen eines halben Monats gefallen

Die Feuerwehren stehen diese Tage im Dauereinsatz. (Themenbild)
Die Feuerwehren stehen diese Tage im Dauereinsatz. (Themenbild) © Keystone/DPA/Bernd März
So viel Niederschlag kommt normalerweise während des halben Monats Mai zusammen: In Amriswil regnete es in der Nacht zum Mittwoch wie aus Kübeln. Entsprechend war die Feuerwehr damit beschäftigt, Keller auszupumpen.

Amriswil sei der «Hotspot» des Unwetters gewesen, sagt Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, am frühen Mittwochmorgen. In der ersten Nachthälfte gingen bei der kantonalen Notrufzentrale 14 Meldungen wegen überfluteter Keller ein – die Hälfte davon betraf Amriswil. Die restliche Nacht verlief laut Meili ruhig. «Aufgrund der Regenmenge hatten wir mit mehr Meldungen gerechnet. Natürlich sind wir froh, wenn es weniger sind.» Habe jemand den Keller voll, sei das schliesslich eine mühsame Sache, «egal, ob 10 oder 100 weitere Personen dieses Schicksal teilen».

Viel Regen am Bodensee und in St.Gallen

76 Liter pro Quadratmeter seien in Amriswil innerhalb 14 Stunden gefallen, heisst es bei Roger Perret von Meteonews. «Das ist sehr viel. Der Wert entspricht rund der Hälfte der Niederschlagsmenge, die normalerweise im ganzen Mai runterkommt», weiss der Meteorologe. Auch in St.Gallen und am Bodensee wurde es nass. Hier verzeichneten die Messstationen 55 beziehungsweise 40 Liter pro Quadratmeter.

«Es mag einiges leiden»

Während der Bodensee am Mittwoch weitgehend vom Regen verschont bleibt, ist in den Regionen Toggenburg, Sarganserland und Appenzellerland weiterhin mit viel Niederschlag zu rechnen. «Dort hielten sich die Regenmengen bislang in Grenzen. Es mag also noch einiges leiden», erklärt Perret.

Wie die Sprecher der Ausserrhoder und der St.Galler Polizei sagen, verlief die Nacht auf ihrem Kantonsgebiet ruhig. Im Kanton St.Gallen gingen vereinzelt Meldungen zu überfluteten Kellern ein.

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(lag)


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