Regierung in Malta übersteht Misstrauensvotum wegen Panama Papers

Weil mindestens zwei Angehörige seiner Regierung in den Panama Papers auftauchten, kam Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat in Bedrängnis. Nun überstand er eine Misstrauensabstimmung im Parlament. (Archivbild)
Weil mindestens zwei Angehörige seiner Regierung in den Panama Papers auftauchten, kam Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat in Bedrängnis. Nun überstand er eine Misstrauensabstimmung im Parlament. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA/JULIEN WARNAND
Ein in Zusammenhang mit den Enthüllungen der Panama Papers gestellter Misstrauensantrag gegen die Regierung in Malta ist im Parlament gescheitert. Nach 13-stündiger Debatte sprachen am Montag eine deutliche Mehrheit der Regierung ihr Vertrauen aus.

Für die Regierung Ministerpräsident Joseph Muscat stimmten 38 Abgeordnete, 31 stimmten gegen sie. Muscat begrüsste die Mehrheitsentscheidung. “Sie gibt uns Energie, um weiter hart zu arbeiten und Resultate zu erzielen”, teilte er über Twitter mit.

Die Namen von Energieminister Konrad Mizzi und Muscats Stabschef, dem Geschäftsmann Keith Schembri, waren im Zusammenhang mit der Affäre um Briefkastenfirmen in Panama aufgetaucht. Beide lehnten einen Rücktritt ab.

Durch die Auswertung von elf Millionen Dokumenten hatte ein weltweites Journalistennetzwerk offen gelegt, wie die panamaische Finanzkanzlei Mossack Fonseca dutzenden Spitzenpolitikern, Sportstars und anderen Prominenten durch Briefkastenfirmen erlaubt hatte, Vermögen in Steueroasen zu verschieben.

(SDA)


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