Reiche müssen kein Deutsch lernen

Nix mit Büffeln: Wer reich genug ist, soll in Zug um den Deutschkurs herumkommen.
Nix mit Büffeln: Wer reich genug ist, soll in Zug um den Deutschkurs herumkommen. © (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Der Zuger Kantonsrat diskutiert heute über eine umstrittene Vorlage: Reiche sollen keine Deutschkenntnisse und keine Niederlassungsbewilligung mehr brauchen. Die Regierung will für gute Steuerzahler eine Ausnahme machen. 

Die Debatte heute im Zuger Kantonsrat dürfte heftig werden, denn die Vorlage ist äusserst umstritten. Die Alternative – die Grüne spricht gar von der “Zuger Apartheid” und will das Referendum ergreifen. Die SVP steckt im Dilemma: Sie will zwar vermögende Steuerzahler im Kanton, betont jedoch stets, dass Ausländer nur integriert werden können, wenn sie Deutsch lernen.

Vom Deutschkurs befreit würden etwa reiche Expats aus Südafrika, russische Investoren oder Reiche aus Nicht-EU-Staaten. Einziges Kriterium für das Schwänzen des Deutschkurses ist: ein grosses Vermögen. Das bedeutet: mindestens eine Million Franken Einkommen und 20 Millionen steuerbares Vermögen – diese Grenze schlägt die Regierung für die Ausnahmeregelung vor. (red)

Ist es in Ordnung, dass Reiche bevorzugt werden?

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