Resultate der NLA

Der Zuercher Jonas Siegenthaler, links, gegen den Tessiner Gregory Hofmann
Der Zuercher Jonas Siegenthaler, links, gegen den Tessiner Gregory Hofmann © KEYSTONE/Walter Bieri
Es waren die Topteams die überzeugten in der 12. NLA-Runde. Davos, Freiburg und Zug siegten erneut. Ambri holte in Kloten einen wichtigen Sieg.

Leader Fribourg revanchiert sich an Aufsteiger SCL Tigers

Der Leader tat sich gegen den neu wieder ans Tabellenende gefallenen Aufsteiger drei Tage nach der höchsten Saisonniederlage erneut schwer. Die SCL Tigers waren auch in Freiburg absolut ebenbürtig und kamen nicht zu weniger Chancen. Bis über die Spielhälfte hinaus prallten jedoch sämtliche Abschlussversuche bei den starken Torhütern Benjamin Conz respektive Damiano Ciaccio ab – sowie je einmal am Pfosten. Ein Energieanfall des Finnen Sakari Salminen brachte schliesslich in der 34. Minute den Favoriten auf die Siegerstrasse.

Die Langnauer hatten jedoch durchaus Chancen zum Ausgleich. Die beste vergab der nimmermüde und omnipräsente Chris DiDomenico in der 51. Minute. Als dann Benny Plüss drei Minuten vor Schluss zum 2:0 traf, schien die Entscheidung gefallen. Bereits ohne Goalie verkürzte Yannick-Lennart Albrecht – der Walliser traf in zwei Spielen gegen Gottéron dreimal ins Schwarze – aber noch einmal auf 1:2. Fribourg brachte den Minisieg jedoch über die Runden und fügte dem Aufsteiger die erste Niederlage nach zuletzt drei Siegen zu.

Davos siegt dank Mitteldrittel

Am Samstag hatte Davos geführt, und Lausanne war im zweiten Abschnitt die Wende gelungen. Drei Tage später spielten sich die entscheidenden Szenen wiederum zu Beginn des zweiten Abschnitts ab. Zuerst vergab Ossi Louhivaara in der 22. Minute das 2:0 für Lausanne. Der PostFinance-Topskorer der letzten Saison kommt in dieser Saison nicht auf Touren. Auch nach zwölf Partien bleibt Louhivaara auf zwei Assists und der schlechtesten Plus-/Minusbilanz aller Lausanner (-6) stehen.

Leonardo Genonis Glanzparade gegen Louhivaara verlieh Davos Aufwind. Innerhalb von 185 Sekunden machten die Bündner anschliessend aus dem 0:1 ein 3:1. Perttu Lindgren nach einem Puckverlust von Thomas Déruns (1:1) sowie mit Powerplay-Toren Félicien Du Bois (2:1) und Mauro Jörg (3:1) realisierten die Wende. Andres Ambühl stellte mit dem 4:1 noch vor der zweiten Pause den siebenten Davoser Sieg in den letzten acht Partien in der Patinoire de Malley sicher.

Seit dem Wiederaufstieg in die NLA verlor Lausanne nur zweimal in der Resega gegen Lugano einen Abschnitt mit vier Toren Unterschied (0:4 und 0:5). In einem Heimspiel kassierte das Team von Heinz Ehlers erstmals vier Gegentreffer innerhalb von zwölfeinhalb Minuten. Goalie Cristobal Huet wurde beim Stand von 1:4 nach 40 Minuten ausgewechselt.

Tessiner siegen nach vier Niederlagen in Serie

Für einmal lief fast alles für die Leventiner. Dem 22-jährigen Schweiz-Kanadier Jesse Zgraggen gelang nach vier Minuten das erste NLA-Tor. Bloss 165 Sekunden später führte Ambri-Piotta bereits mit 2:0, obwohl die Kloten Flyers die Startphase eigentlich dominiert hatten. Im zweiten Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild: Just in die stärkste Phase der Klotener hinein fielen binnen 70 Sekunden die Goals vom 2:1 zum 4:1 für die Tessiner Gäste.

Ambris grosse Figuren nebst Goalie Sandro Zurkirchen (30 Paraden) waren Thibaut Monnet und Inti Pestoni, ausgerechnet jene Spieler also, die für Ambris Negativserie am meisten verantwortlich gemacht worden sind. Beide Goalgetter konnten bislang die Erwartungen nicht erfüllen. In Kloten markierte Monnet aber das 2:0, nachdem er das erste Goal vorbereitet hatte. Und Pestoni realisierte nach 30 Minuten mit einer beeindruckenden Einzelleistung den Gamewinner zum 3:1.

Keine gute Leistung gelang diesmal Klotens Goalie Martin Gerber, der in den vorherigen fünf Partien bloss noch sechs Gegentreffer zugelassen hatte. Gegen Ambri sah Gerber bei mehr als einem Gegentor nicht gut aus. Er liess vier der ersten 14 Schüsse auf sein Tor passieren, büsste aber auch für gravierende Fehler seiner Vorderleute.

ZSC siegt dank vier Toren im Mitteldrittel

Helden des Spiels waren zwei Youngster: PostFinance-Topskorer Auston Matthews und Goalie Niklas Schlegel. Das 18-jährige Supertalent aus dem US-Bundesstaat Arizona schraubte sein Saisontotal mit den Toren zum 1:1 und zum 4:1 auf bereits acht Treffer. Im Gegensatz zum Erfolg in der Verlängerung am Samstag war der Sieg der Zürcher im “Rückspiel” verdient.

Dennoch brauchten die Lions auch diesmal etwas Glück. Kurz vor Ende des ersten Drittels waren die Luganesi durch Klasen entgegen dem Spielverlauf in Führung gegangen. In der 24. Minute scheiterte Sébastien Reuille am Pfosten. Das 0:2 hätte dem Spiel eine andere Richtung geben können. Stattdessen erwischte Matthews im Gegenzug Lugano-Goalie Elvis Merzlikins zwischen den “Hosenträgern”. Nur vier Minuten später konterten Ryan Keller und Jan Neuenschwander nach einem bösen Fehler Damien Brunners in Unterzahl zum 2:1.

Nach dem 4:1 ersetzte Lugano-Coach Patrick Fischer Merzlikins durch Daniel Manzato. Danach lief es besser. Spätestens nach Ilari Filppulas 4:3 elf Minuten vor Schluss, wurde es im Hallenstadion doch noch hektisch. Der 21-jährige Schlegel im ZSC-Tor blieb jedoch ruhig und hielt mit 41 Paraden den Sieg fest, Shannon traf noch ins leere Gehäuse. So verlor Lugano zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen.


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