Rheintaler fahren verrückteste Rallye

Das Team Wullasöck startet am 7. April das Rennen ihres Lebens.
Das Team Wullasöck startet am 7. April das Rennen ihres Lebens. © Roger Inauen
8000 Kilometer quer durch Europa: Vier Rheintaler fahren die wohl verrückteste Rallye der Schweiz mit. Bei der «Catrophy» muss das Auto mindestens 20 Jahre alt sein und darf nicht mehr als 2018 Franken kosten. Die Gruppe «Wullasöck» stellt sich der Herausforderung.

Es wird wohl das Abenteuer ihres Lebens: Maximilian Bräckle, Luca Carcione, Samuel Haas und Luca Paradisi fahren bei der «Chrysler Grand Voyager Catrophy» 2018 mit. Das Rennen gilt als eines der verrücktesten der Schweiz. Beim Rennen geht es um Ruhm und Ehre, zu gewinnen gibt es nämlich nichts, sagt Luca Carcione: «Wir werden Sachen erleben, die man nicht jeden Tag hat. Ich bin mit Kollegen unterwegs und wir sehen verschiedene Länder. Das ist natürlich schon ein spezieller Reiz.»

Rallye führt durch 14 Länder

Die Rallye startet im Kanton Aargau und führt die Rheintaler über Italien und Kroatien bis nach Griechenland. Von dort aus geht es mit der Fähre in die Türkei und via Rumänien und Ungarn zurück in die Schweiz. Insgesamt bereisen die Rheintaler 14 Länder und legen über 8500 Kilometer zurück. Das alles in einem 25-jährigen Auto, das rund 2000 Franken gekostet hat, erzählt Maximilian Bräckle: «Wir haben die Bremsen ersetzt, einen Motorcheck gemacht und einen Service durchgeführt. Ausserdem haben wir gewisse Ersatzteile dabei. So können wir auch unterwegs Reparaturen vornehmen.»

Die Strassen auf der Strecke seien oftmals kaputt, sumpfig oder würden durch Wälder führen. Das Team «Wullasöck» weiss um die teils schwierigen Umstände. Deshalb wurden rund 5000 Franken nach dem Kauf in das Auto investiert: «Wir haben hinten einen Aufbau gemacht, dort werden Benzin, Reifen und Wasser gelagert», erzählt Maximilian Bräckle.

Projekt mit viel Herzblut

Der Vater von Luca Carcione hatte am Anfang grosse Bedenken. Erst als er merkte, wie viel Herzblut die Jungs in das Ganze investiert hatten, war er beruhigt: «Es ist schon ein komisches Gefühl, das wird auch immer bleiben. Sie reisen durch verschiedene Kulturen und ich weiss nicht, ob das Auto ‘verhebet’», so der Vater von Luca. Dennoch wäre er am liebsten selbst mitgereist.

Das Auto ist mit vier Leuten aber voll. In drei Wochen geht die Rallye los. Die Vorfreude ist gross. Jetzt gilt es noch, die letzten Feinarbeiten zu machen, am 7. April ist der Startschuss. 46 Teams aus der ganzen Schweiz werden gegen das Team «Wullasöck» antreten.

Der TVO-Beitrag zum Thema:


(Roger Inauen, abl)


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