Rücktritte trotz Wahlsieg

Edgar Bischof tritt enttäuscht zurück.
Edgar Bischof tritt enttäuscht zurück. © St.Galler Tagblatt
Die Ausserrhoder SVP gehört zu den Siegerinnen der Nationalratswahlen. Dennoch fordert die Wahl von David Zuberbühler zwei Opfer. Edgar Bischof legt nach 15 Jahren das Amt als Parteipräsident nieder, auch der Kassier hört auf.

David Zuberbühler holte am 18.Oktober für die SVP überraschend den einzigen Ausserrhoder Nationalratssitz. Zu den Verlierern zählt aber nicht nur die ehemalige Staatspartei FDP, die eine herbe Niederlage einstecken musste.

Parteiintern hatte Kantonalpräsident Edgar Bischof das Nachsehen. Die Delegierten bevorzugten bei der Nomination “dä Zubi”. Der unterlegene und enttäuschte Bischof zieht nun die Konsequenzen. Er legt Ende Jahr das Präsidentenamt nieder. Offen ist, ob er auch als Kantonsrat aufhört.

Gegenüber TVO begründete Bischof den Schritt “mit dem mangelnden Rückhalt der Delegierten”. Diese hätten mit der Nomination Zuberbühlers signalisiert, dass die Partei eine Neuausrichtung wünsche und auf junge Kräfte setzen wolle. Auch Kassier Albert Bolt tritt zurück.

Bischof fordert nun den Neo-Nationalrat David Zuberühler auf, das Parteipräsidium zu übernehmen. Dieser hat derweil sein Kantonsratsmandat niedergelegt. Nachrutschen wird Ralf Menet.

(red)


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