Russische Kathedrale in Paris eingeweiht

Der markante Bau mit fünf Zwiebelkuppeln zwischen Eiffelturm und Invalidendom.
Der markante Bau mit fünf Zwiebelkuppeln zwischen Eiffelturm und Invalidendom. © Keystone/AP/CHRISTOPHE ENA
In der Nähe des Pariser Eiffelturms ist am Mittwoch eine neue russisch-orthodoxe Kathedrale eingeweiht worden. An der Zeremonie nahm der russische Kulturminister Wladimir Medinski teil.

Staatspräsident Wladimir Putin hatte seinen Besuch nach der scharfen Kritik der französischen Regierung an den russischen Luftangriffen in Syrien abgesagt. Medinski verlas ein Grusswort Putins, in dem dieser die Kathedrale als «Zeugnis der Dauerhaftigkeit der französisch-russischen Beziehungen» bezeichnet.

Der markante Bau mit fünf Zwiebelkuppeln zwischen Eiffelturm und Invalidendom ist in Frankreich umstritten. Der frühere Staatschef Nicolas Sarkozy hatte die Errichtung der Kathedrale in bester Pariser Lage im Rahmen einer Annäherung an Putin ermöglicht.

Der russische Patriarch Kyrill wird erst im Dezember zur religiösen Weihe des Gotteshauses erwartet. Der Bau auf einem 4000 Quadratmeter grossen Areal am linken Seine-Ufer wurde vollständig von Russland finanziert. Die Kosten werden auf rund 170 Millionen Euro geschätzt.

In dem Gebäude erhält auch die Kulturabteilung der russischen Botschaft ihren neuen Sitz. Daneben gibt es eine französisch-russische Schule und ein Kulturzentrum.

(SDA)


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