Salt will von Ex-Kunden zwei Franken für (k)eine Rechnung

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Symbolbild © Keystone/Gaetan Bally
Das Rechnungswesen gewisser Telefonanbieter hierzulande steht schon länger in der Kritik. Jetzt hat Salt einen weiteren “Brüller” rausgehauen: Die Firma verlangt von einem Ex-Kunden in einer Rechnung zwei Franken. Nicht für Dienstleistungen, sondern für die Schreibgebühr genau dieser Rechnung.

Seit drei Monaten ist Fabian Müller (Name geändert) nicht mehr Kunde bei Salt. Er hat zu einem anderen Anbieter gewechselt und von seinem ehemaligen Provider schon monatelang nichts mehr gehört. Bis jetzt. Vor einigen Tagen flatterte ihm eine bizarre Rechnung von Salt in den Briefkasten – und das obwohl er seit Ablauf der Kündigungsfrist keine Leistungen mehr in Anspruch genommen hat. Der Inhalt: im Prinzip keiner. Der Ex-Anbieter verlangt zwei Franken Schreib- und Versandgebühr für eine ansonsten leere Rechnung. Kein Witz, das gibt es wirklich. Unten gibt es den Beweis.

Der Betroffene selbst findet das überhaupt nicht lustig: “Ich habe mein Abo insbesondere wegen dem schlechten Kundenservice gekündigt. Dass jetzt auch noch so etwas passiert, schlägt dem Fass den Boden aus. Das ist einfach nur noch frech”, sagt Fabian Müller. Schon in der Vergangenheit habe er laufend Scherereien mit Salt/Orange-Rechnungen gehabt und stundenlang mit der Hotline frustrierende Telefonate geführt.

Erst ein Besuch im Salt-Shop habe Klarheit gebracht: Dort seien die Mitarbeiter zwar ähnlich überrascht gewesen wie der Empfänger selbst, hätten aber die Rechnung umgehend storniert. Ganz sicher ist sich Fabian Müller seiner Sache aber trotzdem noch nicht – darum will er das Original der kuriosen Rechnung bis auf Weiteres aufheben.

Dieses Schreiben erhielt ein FM1Today-Leser von Salt.

Beim Handy-Vergleichsdienst Dschungelkompass reagiert man überrascht auf diesen Fall. “So etwas habe ich noch nie gesehen”, sagt Experte Oliver Zadori. Er gehe von einem System-Fehler aus. Diese hätten im letzten Jahr in Anbetracht etlicher Kundenbeschwerden und der Einführung eines neuen Rechungszyklus markant zugenommen, seien aber zuletzt stark rückläufig gewesen.

Die Mediensprecherin von Salt war heute für FM1Today telefonisch nicht zu erreichen.

(mla)


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