Schauspieler Alex Brendemühl hält sich für schüchtern

"Zu oberflächlich geworden": Schauspieler Alex Brendemühl gibt sich in Cannes gesellschaftskritisch.
"Zu oberflächlich geworden": Schauspieler Alex Brendemühl gibt sich in Cannes gesellschaftskritisch. © KEYSTONE/EPA POOL/JULIEN WARNAND
Der deutsch-spanische Schauspieler Alex Brendemühl hält sich für schüchtern. Er sei zurückhaltend und prüde, sagte er in Cannes. Deshalb käme man auch gerne mit introvertierten und mysteriösen Rollen auf ihn zu.

Der 43-jährige Sohn eines deutschen Vaters und einer spanischen Mutter spielt neben Frankreichs Leinwandstar Marion Cotillard in “Mal de pierres” der Französin Nicole Garcia die Hauptrolle. In dem Melodrama, das von einer jungen Frau handelt, die an die ideale und ausschliessliche Liebe aus Leidenschaft glaubt, spielt er einen verschlossenen Landarbeiter. Der Film ist im Wettbewerb um die Goldene Palme.

Brendemühl selbst hält eine solche Liebe für unmöglich. Die Gesellschaft sei zu oberflächlich geworden, sagte er in einem Interview internationaler Medienvertreter. Man sei heute nicht mehr fähig, für eine grosse Leidenschaft zu leben. Brendemühl ist in Deutschland durch Filme wie “Die zwei Leben des Andrés Rabadán” bekanntgeworden und “Wakolda”, in dem er den SS-Arzt Josef Mengele darstellt.

(SDA)


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