Schiesserei in einer kalifornischen Grundschule

Schiesserei in einer kalifornischen Grundschule
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Tödliche Schiesserei im Klassenzimmer: An einer Grundschule in San Bernardino in Kalifornien sind zwei Erwachsene und ein Schüler getötet worden, unter ihnen auch der mutmassliche Täter selbst.

Ein 53-Jähriger hat offenbar seine gleichaltrige Frau in ihrem Klassenzimmer erschossen, ehe er sich selbst tötete. Dies sagte Polizeichef Jarrod Burguan nach Angaben des Senders CNN. Die Tat wurde am Montag vor den Augen der Kinder im Schulzimmer begangen. Zwei von den Kugeln getroffene Schüler schwebten zunächst in Lebensgefahr, ein achtjähriger Junge ist seinen Verletzungen in der Nacht auf Dienstag erlegen.

Neunjähriger in stabilem Zustand

Ein Neunjähriger wurde ebenfalls getroffen, wie der Polizeichef der Stadt, Jarrod Burguan, am Montag mitteilte. Der Bub war nach Medienberichten unter Berufung auf ein Spital in stabilem Zustand.

Die Schüler standen Burguan zufolge hinter der 53-jährigen Lehrerin, als der Mann am Montagmorgen (Ortszeit) das Klassenzimmer betrat und, ohne etwas zu sagen, mit einem grosskalibrigen Revolver das Feuer auf sie eröffnete. Anschliessend tötete sich der Täter selbst.

Die Schule wurde evakuiert und die Schüler Stunden später ihren Eltern übergeben. Am Abend gab es eine Mahnwache in einer Kirche nahe der Grundschule.

Mutmasslicher Täter war der Polizei bekannt

Der mutmassliche Täter habe am Empfang der Schule angegeben, seiner Frau etwas vorbeibringen zu wollen, berichtete die Zeitung «San Bernardino Sun».

Er sei in der Vergangenheit wegen häuslicher Gewalt sowie Waffen- und Drogenbesitzes festgenommen worden, hiess es bei der Zeitung «The Desert Sun» unter Berufung auf die Polizei. Der Mann hatte die Lehrerin demnach erst vor wenigen Monaten geheiratet, das Paar soll zerstritten gewesen sein.

Über das Tatmotiv des Vorfalls in San Bernardino, das rund hundert Kilometer östlich von Los Angeles liegt, war zunächst nichts bekannt.

Nach den Schüssen mussten die Schüler der North Park Elementary School die Gebäude verlassen.

Keystone/AP/

Es war nicht die erste Tragödie in der 200’000-Einwohner-Stadt nahe Los Angeles. Im Dezember 2015 hatte dort ein in den USA lebendes Ehepaar – laut FBI radikalisierte Muslime – 14 Menschen in einer sozialen Einrichtung erschossen. Der in den USA geborene Mann und seine aus Pakistan stammende Frau starben im Kugelhagel der Polizei.

(red/sda)


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