Schlechtwetter-Programm für den Säntis

Blick von Teufen aus auf den Säntis: dramatische Stimmung im Alpstein. (Archiv)
Blick von Teufen aus auf den Säntis: dramatische Stimmung im Alpstein. (Archiv) © Tagblatt/Ralph Ribi
Die Wetterbedingungen sind seit jeher ausschlaggebend für die Besucherzahlen auf dem Säntis. Deshalb will die Geschäftsleitung der Säntis-Schwebebahn künftig auf ein Schlechtwetter-Programm setzen.

Der frühe Wintereinbruch 2017 führte bei der Säntis-Schwebebahn zu rund 60’000 weniger Besuchern. «Reisegruppen, die bei schlechtem Wetter auf die Schwägalp fahren, überlegen sich zweimal, ob sie noch auf den Säntis hochgehen», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn. Um diese doch noch auf den Berg zu locken, wird nun ein Alternativprogramm erarbeitet.

Rekordberg Säntis

«Gegen schlechtes Wetter können wir nicht ankämpfen, aber wir wollen gewisse Massnahmen treffen, um wetterunabhängiger zu sein», sagt Vattioni. In den nächsten Jahren werden Schritt für Schritt verschiedene Neuerungen vorgenommen. Vor allem wolle man den Säntis als Wetterberg positionieren: «Auf dem Säntis wurden schon einige wetterbedingte Rekorde verzeichnet. Beispielsweise wurde die grösste je gemessene Niederschlagsmenge in der Schweiz auf dem Säntis gemessen. Wir wollen das Wetter so inszenieren, dass man es wirklich erleben kann.»

Wetter und Emotionen

Bei der Umsetzung setzt Vattioni auf die Hilfe externer Fachleute: «Wenn man Themen dieser Art präsentieren will, spielen Emotionen eine grosse Rolle. Wir arbeiten deshalb mit Partnern aus der Meteorologie zusammen, die wissen, wie Wetter-Themen möglichst anschaulich zu präsentieren sind.» Somit soll auch während der rund 300 Schlechtwettertage auf dem Säntis ein Anreiz für die Besucher bestehen.

Aus eigener Hand finanziert

Die Ausbauprojekte werden sich über eine Dauer von drei Jahren erstrecken. Dies vor allem auch aus budget-technischen Gründen: «Es ist immer ein Abwägen, was man wann realisiert. Das machen wir insbesondere auch, um die Projekte aus eigener Hand zu finanzieren.» Im kommenden Sommer können die Säntis-Besucher folglich noch nicht mit Neuerungen rechnen. Über den nächsten Winter wird vorerst das Restaurant umgebaut.

(dab)


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