Schweiz trauert um Anschlagsopfer Rey und Lamon

Vertrat seien Heimatkanton Wallis vier Jahre lang im Nationalrat: Jean-Noël Rey. (Archivbild)
Vertrat seien Heimatkanton Wallis vier Jahre lang im Nationalrat: Jean-Noël Rey. (Archivbild) © Keystone/GEORGIOS KEFALAS
Die Flagge auf dem Bundeshaus weht auf halbmast: Die Schweiz trauert um Jean-Noël Rey und Georgie Lamon, die in einem Anschlag in Burkina Faso getötet wurden. Das Schweizer Hilfsprogramm vor Ort läuft vorerst weiter.

In Gedenken an die Opfer des Anschlags werde die Flagge auf dem Bundeshaus am Sonntag und am Montag auf halbmast gesetzt, twitterte Bundesratssprecher André Simonazzi am Sonntag.

Auch die Post zeigte sich in einer Stellungnahme “bestürzt über das Attentat” und “den gewaltsamen Tod des ehemaligen PTT-Generaldirektors Jean-Noël Rey”. Rey hatte die damalige PTT von 1990 bis 1998 geführt.

In der Legislatur von 2003 bis 2007 vertrat der Sozialdemokrat das Wallis im Nationalrat. Zudem war er politischer Sekretär der SP und in den 80er-Jahren engster Mitarbeiter von Bundesrat Otto Stich.

Entsprechend zeigte sich die SP Schweiz “tief bestürzt” von seinem Tod. Rey habe während vier Jahrzehnten “zu den prägendsten und prominentesten Persönlichkeiten innerhalb der Sozialdemokratie” gehört, sagte Parteipräsident Christian Levrat gemäss Mitteilung.

Beide Opfer kommen aus dem Wallis

Wie Rey stammte auch das zweite Opfer, Georgie Lamon, aus dem Wallis. Der Walliser Staatsrat verurteilte den Anschlag in einer Mitteilung aufs Schärfste und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. “In diesem Moment der Trauer erinnern wir an zwei Walliser Persönlichkeiten, die unseren Kanton politisch und sozial geprägt haben”, wird Regierungspräsident Jacques Melly zitiert.

Rey und Lamon waren in Burkina Faso, um die Kantine einer Schule einzuweihen. Sie arbeiteten für die Organisation Yelen, die bis am Sonntagmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar war.

Das Aussendepartement EDA teilte mit, es verfolge die Lage vor Ort sehr genau und evaluiere die potenziellen Folgen auf die Programme im Land. Es sei jedoch noch “verfrüht, um abschliessend zu entscheiden, welche Konsequenzen die Attentate für die Arbeit der Schweiz vor Ort haben”. Bis auf Weiteres läuft das Programm der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA weiter.

Bereits am Samstag hatten Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und Aussenminister Didier Burkhalter die Attentate in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou verurteilt.

(SDA)


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