Schweiz und Peru mit Vereinbarung zu «Better Gold Initiative»

Haben vereinbart, die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Peru zu vertiefen: Bundespräsidentin Doris Leuthard (l.) und der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski, hier vor den Medien in Lima.
Haben vereinbart, die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Peru zu vertiefen: Bundespräsidentin Doris Leuthard (l.) und der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski, hier vor den Medien in Lima. © Keystone/EPA EFE/SEBASTIAN CASTANEDA
Die Schweiz setzt sich in Peru für kleine Minen und Bergbaukooperativen ein. Anlässlich des Besuchs von Bundespräsidentin Doris Leuthard am Freitag im Andenland verabschiedeten die beiden Länder eine entsprechende Vereinbarung zur «Better Gold Initiative».

Diese ziele darauf ab, die technischen, sozialen und ökologischen Bedingungen der Minen und Kooperativen zu verbessern, schreibt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in einer Mitteilung vom Samstag. Für die Schweiz sei dies insofern von Bedeutung, da sie die Hälfte der peruanischen Goldexporte einführe.

Die «Better Gold Initiative» wurde 2013 ins Leben gerufen. Hinter der Initiative stehen das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Swiss Better Gold Association (SBGA), eine Vereinigung von Akteuren des Schweizer Goldsektors wie Raffinerien, Uhrmacher, Juweliere oder Finanzinstitute.

UVEK-Chefin Leuthard würdigte die Absicht Perus, den von der Schweiz unterstützten «Freiwilligen Grundsätze für Sicherheit und Menschenrechte» als Leitlinien für Unternehmen des Bergbaus und der Ölförderung beizutreten. Weitere Vereinbarungen wurden zum Klimawandel und zu den öffentlichen Finanzen unterzeichnet.

Im Rahmen ihres Besuchs in Peru lancierte Leuthard zusammen mit peruanischen Ministern die SECO-Länderstrategie für die Jahre 2017-2020. Diese bezwecke, die Wettbewerbsfähigkeit der peruanischen Wirtschaft weiter zu stärken, schreibt das UVEK. Zudem soll Peru beim Erreichen der Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterstützt werden.

Diese Themen seien auch beim Treffen von Leuthard mit dem peruanischen Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski in der Hauptstadt Lima besprochen worden, so das UVEK. Beide hätten vereinbart, die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu vertiefen. Die dafür geeigneten Bereiche legten sie in einer gemeinsamen Präsidialerklärung fest.

Leuthard und Kuczynski hätten zudem die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen erörtert, die sich dank des 2011 in Kraft getretenen Freihandelsabkommens zwischen Peru und der EFTA positiv entwickelt hätten. Zur Sprache gekommen seien auch die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene und in Justizfragen, kulturellen Angelegenheiten sowie der Umwelt- und Klimaschutz.

Des Weiteren habe Kuczynski den von der Humanitären Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) angesichts der schweren Unwetter und Überschwemmungen der vergangenen Monate geleisteten Beitrag der Schweiz in den Bereichen Wasserversorgung und Hygiene verdankt.

Leuthard, die am Freitag auch eine Schweizerschule und ein von einer Schweizerin gegründetes Kinderhilfswerk besuchte, wurde auf ihrer Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Es handelte sich um den ersten Besuch einer Schweizer Bundespräsidentin oder eines Bundespräsidenten in Peru.

Die Schweiz engagiert sich seit langem in Peru. Dies erfolgte zunächst im Rahmen der Entwicklungshilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Heute ist die DEZA noch mit Programmen zu den Wasserressourcen und zum Klimawandel vertreten. Seit 2009 ist Peru ein Schwerpunktland des SECO bei der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit.

(SDA)


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